Jesus wohnt da wo man ihn einlässt


Fünf Kinder gingen zum ersten Mal an den Tisch des Herrn - Feierlicher Gottesdienst

 
 
„Jesus, wo wohnst du“ war das Motto der diesjährigen Erstkommunionfeier, bei der am vergangenen Sonntag fünf Kinder zum ersten Mal den Leib Christi empfangen durften. Die erfolgte im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes, an dem die Kommunionkinder mitwirkten und der vom Kinderchor mit Instrumentalisten unter Leitung von Julia Häring musikalisch gestaltet wurde. Bei der Feier kam immer wieder das Motto und die Frage auf, wo Gott wohnt. Gott wohnt dort wo man ihn einlässt, so die klare Aussage, die Pfarrer Karl-Heinz Seidl darauf gab. 
   Nur fünf Erstkommunionkinder waren es heuer in Rimbach, die am vergangenen Sonntag erstmals an den Tisch des Herrn traten. Bei herrlichem Wetter und feierlichem Glockenklang zog Pfarrer Karl-Heinz Seidl mit den fünf Kindern in die Kirche ein, wo der festliche Gottesdienst stattfand. „Wir feiern heut´ ein großes Fest“ so hieß es im Eingangslied,  nach dem Pfarrer Seidl die Mitfeiernden begrüßte. Es seien viele gekommen um dieses Fest mitzufeiern, so der Geistliche weiter, besonders die Eltern, Großeltern, Freunde, Bekannte und die Lehrer. Dieser Tag sei der Tag der Kinder, vor allem aber auch der Tag des Herrn, der in der Kommunion zu den Kindern kommen will. Ein jüdischer Rabbi, der gefragt wurde wo Gott wohne, antwortete, dass die Welt voll von Gottes Herrlichkeit sei. Weil Gott dort Wohnung nimmt wo man ihn einlässt, sollen die Herzen für ihn geöffnet werden. Dies geschah dann auch als die Kinder das Taufversprechen erneuerten und danach die Kyrie-Rufe vortrugen. Zu Hause sei man dort, wo das Herz ist und wo Menschen sind die uns gern haben. Die Kirche will unser Zuhause sein durch Jesus Christus der uns in sein Herz geschlossen hat.
In der Lesung hörten die Gläubigen die Geschichte vom brennenden Dornenbusch, aus dem Gott zu Mose sprach und sich als der „Ich bin da“ zu erkennen gab. Auch im Evangelium tauchte wieder die Frage auf, wo Jesus wohnt, denn die Jünger fragten ihn danach. Auf diese Frage ging Pfarrer Seidl dann auch in seiner Predigt ein. Diese Frage stelle man jemandem, den man gerne näher kennen lernen möchte, von dem man sich auch Hilfe erwartet wenn man solche braucht. Wenn er Kinder in der Schule frage wo Gott wohnt, bekomme er oft die Antwort, Gott wohnt im Himmel. Die Menschen stellen sich da einen himmlischen Bereich vor, wo sie ihre Verstorbenen geborgen wissen. Im Judentum sage man, dass Gott auf Wanderschaft zu den Menschen sei. Jesus hat den Jüngern gesagt, dass er bei ihnen sei alle Tage bis zum Ende der Welt. Er will uns nahe sein wenn wir ihn einlassen, nicht nur in der Kommunion, sondern schon bei der Taufe, später bei der Firmung, der Eheschließung, der Krankensalbung oder in der Priesterweihe. Dass Menschen Gott einlassen zeigen z.B. auch Kapellen oder Wegkreuze in unserer Heimat, oder auch der Weihwasserkessel, der Herrgottswinkel und das Kreuz in unseren Wohnungen. Jesus sagte den Jüngern, dass er das Brot des Lebens sei und in diesem Brot schenkt er sich, weil er uns nahe sein will. 
   Im Wechselgesang sangen die Kommunionkinder mit Pfarrer Seidl eingehende Texte mit der Frage wo Gott wohnt weil wir ihn nicht sehen, aber die Antwort darauf war, dass Jesus ein Freund des Lebens sei und die Menschen nicht allein lässt. Die Liebe Jesu zu den Menschen lebt für alle Zeit. Nach den Fürbitten, die ebenfalls von den Kommunionkindern vorgetragen wurden, brachten sie zur Gabenbereitung Blumen,  eine Kerze, Wasser, Hostien und Wein zum Altar, wo sie dann unmittelbar am Altar den Gottesdienst mitfeiern durften und dann auch zum ersten Mal den Leib des Herrn empfingen, der große Moment auf den sie sich so lange gefreut und vorbereitet haben.
   Zum Ende der Feier dankte Pfarrer Seidl allen, die in irgend einer Form zum Gelingen der Erstkommunionfeier beigetragen haben und dieser so schön gefeiert werden konnte.
 
Bericht vom 08.05.2018
 
 

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