Erlebnisreiche Tage im „Grünen Herzen Österreichs“


Rimbacher Pfarrausflug führte in die Steiermark - Mariazell, Graz, Eisenerz und die Heimat Peter Roseggers standen auf dem Reiseplan - Mit 850 PS ging es ins Erzbergwerk

 
 
Fünf erlebnisreiche Tage brachte der diesjährige Pfarrausflug für die fast 40 Angehörigen der Pfarrei Rimbach und der Expositur Zenching mit sich. Das „Grüne Herz Österreichs“, wie die Steiermark auch genannt wird, hatte Kultur, Geschichte und moderne Technik für die Reisenden aus dem Bayerischen Wald zu bieten. Angefangen von Mariazell, einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Alpenrepublik, über die Landeshauptstadt Graz mit ihren Sehenswürdigkeiten und die Hundertwasserkirche in Bärnbach, bis hin zum Benediktinerstift von Admont reichten die sehenswerten Reiseziele. Neben der herrlichen Landschaft, die es an allen Tagen bei der Fahrt zu sehen gab, wurde auch das Erzbergwerk in Eisenerz besucht und mit dem 850-PS-Taxi die Abbaustelle erkundet und auch eine Kürbiskern-Ölmühle wurde besucht. Bei der Heimfahrt wurde noch ein Abstecher zum Alpl, der Heimat des Schriftstellers Peter Rosegger gemacht.
  Den Pfarrausflug 2018 werden die Mitfahrer sicher noch lange in guter Erinnerung behalten, denn begünstigt durch das schöne Wetter wurde das Reiseprogramm zu einem schönen Erlebnis. Nach der frühen Abfahrt in Rimbach  mit dem Baumgartner-Bus und Werner Nazet am Steuer, ging es zunächst über Deggendorf, Passau, Linz und Amstetten nach Mariazell, den wohl bedeutendsten Wallfahrtsort Österreichs. Dort stand die Besichtigung der Basilika auf dem Programm und bei einer Führung konnten die Schatzkammern mit ihren unschätzbar wertvollen Stücken wie Votivgaben, Gemälde, Schmuck, Reliquienschreine, Monstranzen und ein kunstvoll gestaltetes Ziborium  bestaunt werden. Ein besonderer Blickfang war auch die Muttergottesstatue auf dem Hochaltar, die seit dem Besuch von Mariazell durch Papst Benedikt XVI. mit einer goldenen Rose geschmückt ist. Im Anschluss an die Führung  hielt Pfarrer Seidl in einer Seitenkapelle mit der Reisegruppe eine Maiandacht. Nach einer Kaffeepause führte die Fahrt über den Seebergsattel nach Niklasdorf, wo im Hotel Brücklwirt die Zimmer bezogen wurden und der Abend mit einem Candlelight-Dinner ausklang.
Am zweiten Tag stand dann zunächst die Landeshauptstadt Graz auf dem Reiseprogramm. Dazu war ein einheimischer Reiseführer zugestiegen, der die Rimbacher Gruppe dann auch die zwei weiteren Tage begleitete und dabei viel Wissenswertes über das „Grüne Herz Österreichs“ zu erzählen hatte. In Graz startete man zunächst zu einem Rundgang durch die bezaubernde Altstadt, zum Dom und den weiteren Sehenswürdigkeiten, wie das Mausoleum das Kaiser Ferdinand II errichten ließ, die Burg mit der architektonisch interessanten Doppelwendeltreppe und Sitz der Landesregierung, vorbei am Glockenspiel zur Murinsel, die 2003 anlässlich der Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas in den Fluss gebaut wurde. Beeindruckend aus der Blick auf das futuristisch erscheinende Kunsthaus, das darum oft auch als „Friendly Alien“ bezeichnet wird. Dann ging es zum Schlossberg mit dem Uhrturm weiter. Während der Großteil der Gruppe den Lift dazu nutzte, ließen es sich die Sportlicheren darunter nicht nehmen, die vielen Stufen zum Plateau zu erklimmen von wo sich allen ein herrlicher Blick über Graz bot. Dort wurde dann auch Mittagspause gemacht. Am Nachmittag ging es dann zurück nach Niklasdorf, da der Brücklwirt  für den Abend ein Grillfest auf seiner Alm arrangiert hatte. Mit Kleinbussen wurden die Rimbacher dazu auf die über 500 Jahre alte Alm gebracht die auf fast 900 Metern Höhe liegt. Dort wurden die Ausflügler mit Zirbenschnaps begrüßt und konnten es sich dann aufgrund des herrlichen Wetters im Freien gemütlich machen und das herrliche Bergpanorama genießen,  während der Wirt auf dem Holzkohlegrill deftige Schmankerl zu bereitete. Lustige Gruppenspiele und musikalische Unterhaltung mit einem Harmonika-Spieler sorgten zudem für ausgelassene Stimmung, bevor es dann am Abend zurück zum Hotel ging.
Auch der dritte Tag brachte wieder viel Interessantes und Sehenswertes, denn da ging es auf die Steirische Eisenstraße. Die Fahrt führte zunächst nach Admont, wo in der Benediktiner-Stiftkirche ein Gottesdienst mitgefeiert wurde. Durch die beeindruckende Landschaft des Gesäuses ging es dann weiter zum Leopoldsteiner See der in einer einstündigen Wanderung umrundet wurde. Ein besonderes Erlebnis wurde dann am Nachmittag der Besuch des Erzbergwerkes in Eisenerz, wo im Tagebau rund um die Uhr Erz, hauptsächlich Siderit, abgebaut wird. Mit riesigen Muldenkippern wird das aus dem Berg gesprengte Erz abtransportiert. Und mit einem solchen mächtigen Fahrzeug, „Hauly“ genannt, das zu einem „Großraumtaxi“ für 60 Personen umgebaut wurde, ging es, angetrieben von 850 PS in atemberaubender Fahrt in das Erzbergwerk, wo die Führerin während der Fahrt und bei einigen Haltepunkten  viele Erklärungen zum Erzabbau und dessen Verarbeitung gab. 
Am vierten Tag führte die Fahrt auf der Schlicher Weinstraße nach Piper, dem bekannten Lipizzanergestüt, allerdings waren nur wenige der berühmten weißen Pferde auf einer Koppel zu sehen, da die meisten den Sommer über auf einer Alm verbringen. Besucht wurde dann die bekannte Hundertwasserkirche St. Barbara in Bärnbach. Nach der Mittagspause in einem typisch steirischem Buschenschank ging es weiter zur Stiftskirche in Stainz, die jedoch, weil sie zugesperrt war, nur von außen besichtigt werden konnte. Anschließend wurde in Herbersdorf eine der ältesten Kürbiskern-Ölmühlen besucht, wo der Besitzer die Gäste aus Rimbach mit viel Humor über die Herstellung von Kürbiskernöl informierte. Anschließend bestand im Hofladen die Möglichkeit dieses gesunde Naturprodukt zu erwerben.
 Am fünften Tag galt es dann schon wieder Abschied zu nehmen. Nach dem Frühstück war aber noch ein Abstecher zum Kluppenegger Hof, dem Geburtshaus des bekannten Schriftstellers Peter Rosegger, auf dem Alpl geplant. Um die Waldheimat Peter Roseggers zu erreichen war ein längerer Fußmarsch erforderlich. Dafür wurden aber die Rimbacher dort vom Ausblick auf die schöne Landschaft belohnt und wurden bei einer Führung über das harte Leben der Bergbauern zur Zeit Roseggers informiert. Danach wurde die Heimfahrt angetreten und mit vielen schönen Erinnerungen an das „Grüne Herz Österreichs“ wurde am Abend die Heimat erreicht.
 
 
 
Bericht vom 04.06.2018
 

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