Thenried feierte ein viertel Jahrhundert Weihe der Dorfkapelle


Pfarrer Seidl und Pfarrer Peter zelebrierten den Festgottesdienst - Kapellenbauverein dankte und verabschiedete Pfarrer Seidl mit einer Bibel

 
 
Vor 25 Jahren wurde die neuerbaute Kapelle in Thenried auf das Patronat „Maria Königin“ geweiht. Am vergangenen Sonntag konnte somit neben dem Patrozinium ein kleines Jubiläum gefeirt werden. Zugleich war es für Pfarrer Karl-Heinz Seidl der letzte Gottesdienst, den er als Pfarrer von Rimbach, zusammen mit Pfarrer Peter zelebrierte. In seiner Predigt ging er besonders auf die Himmelskönigin ein, die Fürsprecherin für die Kirche und die Menschen bei Gott ist. Zum Ende der Messfeier dankte der Vorsitzende des Kapellenbauvereins, Konrad Berzl für das Wohlwollen und die Zusammenarbeit und überreichte eine wertvolle Bibel an Pfarrer Seidl.
   An diesem Tag, so eröffnete Pfarrer Karl-Heinz Seidl den Gottesdienst, könne das silberne Weihefest der Kapelle „Maria Königin“ gefeiert werden, da diese vor 25 Jahren geweiht wurde. Im nächsten Jahr, so fügte er an, könne er selber und auch Pfarrer Peter, mit dem er den Patroziniumsgottesdienst zelebrierte auch ein „silbernes Jubiläum“ feiern, dann jährt sich auch ihre Priesterweihe zum 25. Mal. Als Königin des Himmels lenke Maria den Blick auf ihren Sohn Jesus Christus, wo sie für uns Bittstellerin und Fürsprecherin ist.
  Wenn in diesen Wochen des August und Septembers viele von einem Sommerloch sprechen und Medien über banale Ereignisse berichten um die Seiten zu füllen, dann ist dies ein Zeichen für eine eher ereignisarme Zeit. Auch kirchlich wäre in dieser Zeit wenig los, gäbe es da nicht die Marienfeste, so Pfarrer Seidl zu Beginn seiner Predigt. Der sogenannte marianische Reigen wurde mit dem Fest der „Aufnahme Mariens in den Himmel“ eröffnet,  gefolgt vom Oktavfest „Maria Königin“ und „Maria Geburt“ und endet mit dem Fest „Maria Schmerzen“ wenn dann in Bachmeierholz das Patrozinium gefeiert wird. Entgegen anderer Marienfeste haben „Maria Aufnahme in den Himmel“ und „Maria Königin“keinen biblischen Ursprung. Aber selbst wenn ein direkter biblischer Bezug fehle, können diese Feste für den eigenen Glauben sehr hilfreich sein, nachdem das zweite vatikanische Konzil Maria besonders der Kirche zugeordnet hat. Das bedeute, dass mit jedem Marienfest, egal ob biblisch begründet oder nicht, feiern wir nicht nur Maria sondern auch die Kirche. Als Kinder Gottes die wir als Getaufte sind, feiern wird somit auch uns selber die wir von Gott so reich begnadet sind.  Papst Franziskus spricht dabei vom Jahreskranz der Liebe Gottes. Deshalb habe der Papst heuer erstmalig den Pfingstmontag als Marienfest erklärt und zwar zum Fest Mariens als Mutter der Kirche. Es wird dadurch zwar kein zusätzliches Marienfest, aber eines, das die anderen Feste deutet. In der Mutter Jesu können wir als Getaufte gewissermaßen unser Spiegelbild erkennen, von der Auserwählung bis hin zur Vollendung im Himmel. Auf ihre Fürsprache bei Gott können wir die Vollendung im Himmel finden. So sehr sie in der Ewigkeit für uns eintritt, so sehr ist sie aber auch jetzt bei uns,immer bereit uns beizustehen, uns zu halten und uns in Glaubensnöten zu helfen und herauszuführen aus allen Zweifeln. Und auf ihre Fürbitte hin fängt uns Gott auf wenn wir den Sprung in den Glauben gewagt haben.
  Zum Ende der Messfeier dankte Pfarrer Seidl allen die bei der Vorbereitung des Jubelfestes mitgeholfen haben und lenkte den Blick besonders auf den herrlichen Blumenschmuck und die musikalische Mitgestaltung. Er werde, wenn es jetzt auch seine letzter Gottesdienst als Pfarrer von Rimbach war, sicher manchmal auch wieder in diese Kapelle kommen, wo er sich an viele Gottesdienste mit vielen mitfeiernden und mitsingenden Gläubigen erinnern kann.
   Konrad Berzl, der Vorsitzende des Kapellenbauvereins dankte anschließend Pfarrer Seidl und Pfarrer Peter, dass sie diesen Jubiläumsgottesdienst gemeinsam gefeiert haben. In Reime gefasst erinnerte er dann an so manches Ereignis in den zurückliegenden 25 Jahren, sowohl freudiger als auch trauriger Natur, denn seit der Kapellenweihe sind bereit 72 Menschen aus Thenried verstorben, darunter auch der Mesner Ludwig Aschenbrenner. Dankesworte richtete Berzl an alle, die der Kapelle wohlgesonnen sind, die Unterstützung leisten wenn es nötig ist und allen die regelmäßig zu den Gottesdiensten und Andachten kommen. Sein Dank galt des weiteren auch der Feuerwehr und dem Sportverein, die gemeinsam mit dem Kapellenbauverein das weltliche Kirtafest ausrichten.
Das besondere „Vergelt´s Gott“ galt dann aber Pfarrer Seidl, der in den vergangenen 13 Jahren so oft Gottesdienste in der Dorfkapelle hielt. Und wir hätten ihn gerne noch länger behalten, betonte Konrad Berzl. Aber der Wechsel nach Furth im Wald  sei nicht mehr rückgängig zu machen und so gelten dem neuen Stadtpfarrer alle guten Wünsche für Gesundheit, Erfolg und die nötige Power um die neuen Herausforderungen zu meistern. Als Dank und zum Abschied überreichte der Kapellenbauverein durch seinen Vorsitzenden eine wertvolle Bibel mit Bildern von Marc Chagall. 
Dem Gottesdienst schloss sich dann die weltliche Kirchweihfeier an, zu der die Vereinsgemeinschaft ins Gerätehaus eingeladen hatte, wo aber das schöne Wetter es erlaubte, sich  auch im Freien durch ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken verwöhnen zu lassen.
 
 
Bericht vom 28.08.2018
 

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