Thomas Bauer aus Zenching von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Diakon geweiht


Feierliche Diakonenweihe im Regensburger Dom - Gläubige aus Rimbach, Zenching und Grafenwiesen waren bei der Weihe dabei

 
 
Zusammen mit drei weiteren Männern wurde am vergangenen Samstag im Dom in Regensburg  Thomas Bauer aus Zenching von Bischof Rudolf Voderholzer zum Ständigen Diakon geweiht. Dem feierlichen Gottesdienst wohnten auch viele Gläubige aus der Pfarreiengemeinschaft Rimbach mit Expositur Zenching und Grafenwiesen bei. Die vier Männer wurden vom Bischof nach ihrer Bereitschaft zum Dienst als Diakon befragt und durch Auflegen der Hände und Gebet zu Diakonen geweiht. In seiner Predigt ging der Bischof auf das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael ein, und stellte den Dienst der Diakone dem der Engel gleich, die auch als Boten zu den Menschen gesandt werden, so wie es auch die Aufgabe der Diakone sei, den Menschen das Evangelium zu verkünden, es auszulegen und ihnen zu helfen.
   Mit zwei voll besetzten Bussen waren Pfarr- und Expositurangehörige am Samstag nach Regensburg gefahren, um der Diakonenweihe von Thomas Bauer aus Zenching und drei weiteren Weihekandidaten beizuwohnen. Nach einem, von Orgelspiel und Glockenklang begleitetem Einzug, eröffnete Bischof Rudolf Voderholzer den Gottesdienst zur Diakonenweihe mit dem Hinweis dass die Kirche am 29. September das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael feiert, die Kirche von Regensburg aber dazu einen besonders erfreulichen Tag erleben dürfe, denn durch Handauflegung und Gebet können vier neue Diakone geweiht werden. Diakonenweihen fänden zwar üblicherweise in der Kirche St. Emmeram statt, da sich aber so viele Gläubige zur Mitfeier angekündigt hatten, wurde die Feier in den Dom verlegt.  So galt der Gruß des Bischofs allen, die zu dieser Feier gekommen sind, allen voran aber den vier Weihekandidaten, die sich in den letzten Tagen geistig besonders vorbereitet haben, aber ebenso deren Ehefrauen und Familien, die das Jawort ihrer Männer und Väter mittragen und sie unterstützen in ihrem Dienst als Diakon. Weiter galt der Gruß allen Frauen und Männern aus den Heimatpfarreien, die auf ihre Weise beigetragen haben, dass diese Feier begangen werden könne, denn jeder geistliche Beruf sei eine Frucht des Gebetes und des geistlichen Klimas in einer Pfarrgemeinde. Weiter begrüßte der Bischof die vielen Abordnungen der Marianischen Männerkongregationen die gekommen waren um ihrem ehemaligen Präfekten ihre Verbundenheit zu erweisen, sowie der Gemeinschaft der Diakone, allen Verwandten und Freunden, Arbeitskollegen und Nachbarn und allen die gekommen waren um diese Weihe zu erleben, besonders auch allen, die die Weihekandidaten während der Vorbereitung im theologischen und pastoralen Dienst begleitet haben. Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen stellte die vier Weihekandidaten vor und rief sie vor den  Altar, wo sie mit den Worten: „Hier bin ich“ ihre Bereitschaft zum Diakonsdienst erklärten. Neben Thomas Bauer aus Zenching waren dies Jürgen Donhauser aus Kümmersbruck, Karlheinz Renner aus Wenzenbach und Ovidiu Weimann-Chirilov aus Ernsgaden. Mit dem Hinweis, dass das Volk und die Kirche nach ihrer Befragung die Weihekandidaten als würdig befunden wurden, wurde vom Bischof die Weihe erbeten. 
   Dass die Diakonenweihe auf das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael  falle, sei ein gutes Zeichen, so Bischof Voderholzer zu Beginn seiner Predigt. Für den Dienst des Diakons seien die Engel ein Modell, ein Vorbild für die geistige Tradition der Kirche, wo der Bischof oft als Engel der Gemeinde bezeichnet werde. Die Diakone als Mitarbeiter des Bischofs und der Priester haben somit Anteil an diesem Amt, Engel für die Gemeinde zu sein. Auf vielen Bildern werden Engel mit Flügeln dargestellt. Diese Flügel unterstreichen den Charakter ihres Dienstes als Boten. Engel haben den Menschen etwas zu überbringen, sie kommen von außen zu den Menschen und stehen im Dienst eines sie sendenden. Die Weihe der Kandidaten könne man bildlich so beschreiben, dass ihnen gleichsam Flügel geschenkt werden. Nicht damit sie abheben, sondern um deutlich zu machen, dass sie zu Boten bestellt werden. Sie werden als Boten, denen etwas anvertraut ist gesendet und auf den Weg geschickt, etwas auszurichten was sie weiterschenken dürfen. Was das ist, darüber geben die Namen der drei Erzengel Auskunft. Jeder der drei hebräischen Namen ist eine Zusammensetzung mit der Endung -el. Das el bedeutet im Hebräischen den Namen für Gott. Die Engel sind also Boten Gottes, die sich von ihm in Dienst nehmen lassen und höchste Lebenserfüllung im Lobpreis und Anbetung Gottes finden. Dies gelte auch für die neuen Diakone, denen das Gebet aufgetragen ist, etwa das Stundengebet für das ganze Volk zu verrichten. Sie werden Vorbeter und ihre Aufgabe sei es, viele Mitbeter zu gewinnen und das in einer Zeit in der Vielen das Beten schwer fällt und eine gewisse religiöse Sprachlosigkeit herrsche.
Michael, der Name bedeutet „Wer ist wie Gott“, fordert von uns, durch Wort und Beispiel Zeugnis abzulegen für den wahren Gott und den Blick freizumachen für Gott und der uns beschützen  soll gegen alles Böse. Rafael bedeutet „Gott ist Heil“ oder „Gott heilt“. Als Diakone dürfen sie die heilbringende Botschaft Gottes und die Kraft die sie  durch die hl. Kommunion begleitet   ausrichten. Und diese Kraft sei es auch, Trauernden an einem Grab  Trost auszusprechen. Die Diakone bringen viel Erfahrung in Familie, Ehe, mit den Kindern, oder auch in der Führung von Unternehmen. Diese Erfahrung und Kompetenz sollen die Mitglieder einbringen als einen Reichtum für die ganze Kirche. Gabriel bedeutet „Gott ist stark“. Gabriel sei der Engel, der Maria die Botschaft brachte, dass sie den Sohn Gottes zur Welt bringen solle. Die Weihekandidaten stehen im Dom zwischen den Figuren des lachenden Engels Gabriel (eine der liebenswertesten Kunstschätze im Dom) und der Gottesmutter.  Lassen sie sich von dem freudestrahlenden Engel anstecken und tragen sie diese Freude weiter. Die Diakone dürfen fortan bei der Eucharistie das Evangelium verkünden und auslegen. Die Freude des Engels solle ansteckend sein und den ganzen Lebensweg ausfüllen. Die Gottesmutter sei Vorbild der Kirche aber auch für die Diakonie, denn sie hat sich dem Wort Gottes geöffnet und es angenommen.
   Nach der Predigt folgte der eigentliche Weiheakt für die Diakone. Nachdem der Bischof sie gefragt hatte, ob sie bereit seien den Diakonsdienst auszuüben und dies zugesagt wurde, wurden auch die Ehefrauen der Weihekandidaten gefragt, ob sie ihre Männer dabei unterstützen werden.
Einzeln knieten die Weihekandidaten dann vor dem Bischof nieder und versprachen Ehrfurcht und Gehorsam. Während der Anrufung der Heiligen und der Fürbitten lagen die Weihekandidaten lang ausgestreckt vor dem Altar, und dann legte ihnen der Bischof die Hände auf und sprach ein Gebet.  Symbolisch überreichte der Bischof dann das Evangeliar an die Diakone, als Zeihen dass sie nun das Evangelium verkünden dürfen.
Bei der Opferung brachten die Ehefrauen der Diakone, zusammen mit den Ministranten aus Zenching die Opfergaben zum Altar.  Dann durften sie mit dem Bischof die Eucharistie feiern und dabei den diakonischen Dienst verrichten. Vor dem Schlusssegen dankte der Bischof allen, die zu dieser Feier gekommen waren und fügte den Wunsch an dass die neuen Diakone zum Segen für Viele werden mögen. Dazu fügte er die Bitte an die Gläubigen an, die Diakone durch inständiges Gebet zu stärken. Mit dem „Te deum“ schloss die Weihefeier.
 
 
 
Bericht vom 01.10.2018
 

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