Zettisch feierte Patrozinium der Jakobuskapelle


Pfarrer Seidl zelebrierte den Kirchweihgottesdienst - Der Apostel Jakobus war enger Vertrauter Jesu

 
 
Eine große Schar von Gläubigen, nicht nur aus Zettisch, sondern auch aus den Nachbardörfern, fand sich am vergangenen Mittwoch zum Patroziniumsgottesdienst bei der Jakobuskapelle in Zettisch ein, den Pfarrer Karl-Heinz Seidl aus Rimbach zelebrierte. Längst fanden dabei nicht alle Mitfeiernden Platz in der Kapelle aber begünstigt durch das herrliche Sommerwetter waren die Plätze auf den vor der Kapelle aufgestellten Bänke ohnehin mehr gefragt.
Beim Gottesdienst ging Pfarrer Seidl auf das Leben und Wirken des Apostels Jakobus ein, der einer der engsten Vertrauten Jesu war.
Der Jakobitag sei für die Bewohner von Zettisch und die Umgebung das Kirchweihfest ihrer Dorfkapelle, so Pfarrer Seidl zu Beginn der Feier. Der Name Jakobus sei die hebräische Zusammensetzung von drei Wörtern und bedeute übersetzt „Gott möge schützen“. So unterstellen sich die Gläubigen bei jeder Eucharistiefeier dem Schutz Gottes im Dank und in der Bitte.
Ursprünglich sei die Kapelle in Zettisch um 1820 der Himmelskönigin Maria geweiht  gewesen, erwähnte Pfarrer Seidl in seiner Predigt. Aus Aufzeichnungen in der Pfarrei Rimbach geht hervor, dass 39 Jahre später der Rimbacher Pfarrer aber schon von einer Jakobuskapelle berichtete. Irgendwann in dieser Zeit sei das Patronat umgewidmet worden und auch die Glocke sei dem Apostel Jakobus geweiht. Dies sei in gewisser Weise bemerkenswert, da Zettisch nicht unmittelbar am Jakobsweg liege und der Grund dafür ist nicht bekannt, aber es bestehe zwischen der Gottesmutter und dem Apostel Jakobus ein besonderer Zusammenhang. Denn einer Legende zufolge soll dem Jakobus im Jahr 42 n.Chr. in Spanien die Gottesmutter erschienen sein um ihn wegen seiner zunächst erfolglosen Missionstätigkeit zu trösten. Die Geschichte des Jakobus beschreibt, dass seine Gebeine, nachdem er den Märtyrertod erlitten hatte, am Ölberg in Jerusalem bestattet wurden. Nachdem aber die Araber im 7. Jahrhundert das Heilige Land eroberten, wurden die Reliquien nach Spanien gebracht und in Santiago beigesetzt. Die Verehrung des Jakobus dauert bis heute an und die Verbindung  zur Gottesmutter entstand aus einer langen Tradition, die auf der Erscheinung von Maria basiert. Jakobus ist der Nationalheilige Spaniens und Patron der Pilger. Damit ist er zusammen mit Maria einer, der uns in der Pilgerschaft unseres Lebens beisteht, der  uns hinweist auf Maria, bei der wir Trost und Hoffnung finden und die uns ihre Begleitung anbietet. Mit Jakobus und Maria sind wir auf dem richtigen Weg, so Pfarrer Seidl.
Nach dem Schlusslied dankte Xaver Brandl dem Pfarrer im Namen der Dorfgemeinschaft von Zettisch dafür, dass er in den Jahren seit er Pfarrer in Rimbach ist immer den Patroziniumsgottesdienst hielt. Für seinen nächsten Wirkungsort Furth im Wald wünschte er ihm viel Kraft und Gottes Segen. Dazu überreichte er ein Geschenk. Pfarrer Seidl dankte seinerseits der Familie Brandl für die Vorbereitung der Kirchweihfeier und die Pflege der Kapelle das Jahr über.
 
 
Bericht vom 28.07.2018

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