Sterben und ewiges Leben waren Themen beim Kinder-Bibel-Nachmittag


37 Kinder befassten sich mit Tod und Auferstehung - An den Gräben im Friedhof wurden Kerzen aufgestellt

 
 
Es ist schon einige Jahre her, dass in Rimbach ein Kinder-Bibeltag durchgeführt wurde. Vielleicht war dies mit ausschlaggebend, dass sich heuer 37 Kinder zu einem Nachmittag angemeldet hatten, der sich, im Hinblick auf Allerheiligen und Allerseelen mit dem Sterben und mit  einem Leben nach dem Tod befasste. Neben dem hören von Geschichten und Gruppenarbeiten wurden im Laufe des Nachmittags Grabkerzen farblich gestaltet, die zum Ende des Bibeltages an die Gräber von Angehörigen gestellt wurden.
  Wenn in einer Familie oder in der Nachbarschaft ein Todesfall eintritt, wenn liebe Angehörige oder Bekannte plötzlich nicht mehr da sind, trifft dies nicht nur Erwachsene sondern auch Kinder. Warum müssen wir sterben, was kommt nach dem Sterben, seien Fragen, die sich auch Kinder stellen. Und genau damit befasste sich der Kinder-Bibel-Nachmittag, der am vergangenen Samstag in Rimbach stattfand. Nachdem die 37 Kinder, die sich dazu angemeldet hatten, sich in der 
Hohenbogen-Grundschule eingefunden hatten und begrüßt worden waren, hörten sie ein kurzes Rollenspiel, in dem sich zwei Blätter an einem Ast darüber unterhielten, dass viele andere Blätter nicht mehr da waren und immer mehr vom Wind weggeweht wurden. Sie fragen sich warum das so sei und was dann geschieht. Es sei noch keines zurückgekommen um erzählen zu können was geschieht. 
  Eingeteilt in mehrere Gruppen wurde anschließend über die Geschichte geredet und verschiedene Blätter von Bäumen betrachtet, die im Herbst andere Farben haben als im Sommer. So wurde festgestellt, dass die Blätter trocken sind und alles Leben daraus verschwunden ist. Neben den bunten Blättern erhielten die Kinder dann ein Teelicht das entzündet wurde, während die Blätter in der Mitte zusammengelegt  wurden. Aus diesen Beispielen wurden Vergleiche zum Leben der Menschen gezogen. Wie die Blätter an den Bäumen verwelken und abfallen, werden auch die Menschen alt und schwach und müssen einmal sterben. Ihr Lebenslicht erlischt. So wurden nach und nach auch die kleinen Kerzen gelöscht. Es wurde damit deutlich dass jedes Leben auf der Erde einmal zu Ende geht. Im Gespräch brachten die Kinder dann die Gefühle zum Ausdruck, die bei Menschen eintreten wenn jemand gestorben ist. Gerade an Allerheiligen und Allerseelen denken die Menschen an die, deren Leben auf der Erde zu Ende gegangen ist. 
  Zu diesem Zeitpunkt wurde dann eine Bibelstelle aus dem Evangelium nach Johannes verlesen, in dem es hieß, dass Gott seinen einzigen Sohn hingab, damit alle die an ihn glauben nicht zugrunde gehen. Mit Jesus kam das Licht in die Welt. Jesus selber sagte zu den Jüngern einmal, dass er das Licht der Welt sei und wer ihm nachfolge wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.
  Als Christen glauben wir, dass alle wenn unser Leben zu Ende geht, zu Gott gehen. Auch Jesus starb am Kreuz aber er ist auferstanden von den Toten. Und er lässt uns nicht allein, er ist das Licht des Lebens. Mit diesem Hinweis auf Jesus das Licht des Lebens durften die Kinder dann auch ihre Kerzen wieder anzünden.
  In einem gedanklichen Gang durch den Friedhof begannen eine Kerze, eine Blume und das Wasser  auf einem Grab zu reden. Die Kerze erklärte dass sie durch ihr Leuchten die Menschen erinnert, dass sie einmal im Licht Gottes leben dürfen. Die Blume erklärte, dass sie von Menschen auf das Grab gepflanzt wurde als ein Zeichen der Liebe zu den Verstorbenen. Und das Wasser in der Schale erklärte, dass man durch die Taufe zu Christus gehört und damit Anteil am ewigen Leben hat. Du wirst leben auch wenn du stirbst, so die Kerze. 
  Nach diesen Erzählungen und Betrachtungen durften die Kinder Grabkerzen farblich gestalten, die  sie später dann mit zum Friedhof nahmen. Zuvor aber wurde noch über Heilige, und ganz speziell den heiligen Martin gesprochen. So wurde überlegt was ein Heiliger ist und wodurch er zu einem Heiligen geworden ist. In einer Geschichte wurde es so formuliert, dass Heilige Menschen sind, durch die das Licht Gottes zu den Menschen strahlt.
  Bei der abschließenden Andacht beim Friedhofskreuz ging Pfarrer Johann Tauer nochmals auf die Thematik, dass Jesus das Licht der Welt sei, ein. Die Kerzen, die von den Kindern gestaltet wurden bedeuten Licht und Wärme. So ist Jesus auch das Licht für unsere Verstorbenen. Nachdem gemeinsam das Lied „Wir tragen ein Licht in die Welt hinein“ gesungen und Fürbitten vorgetragen wurden, durften die Kinder ihre bunten Grablichter an die Gräber von Angehörigen oder Bekannten tragen und dort aufstellen.
Pfarrer Tauer dankte den Leiterinnen des Bibel-Tages, Agnes Seidl, Kerstin Baumann-Fischer, Tina Weiß, Kerstin Hierl, Gerlinde Rackl und Brigitte Perlinger, sowie allen Helfern, die mitgeholfen haben. Mit dem Segen für die Kinder und die Eltern endete der Bibel-Nachmittag.
 
Bericht vom 07.11.2018

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