Geistliche Chormusik führte zur Geburt des Gottessohnes


Vokalensemble Hubert Velten bot beeindruckende Einstimmung auf Weihnachten - Pfarrer Holger Kruschina sprach die verbindenden Worte

 
 
Beeindruckenden Chorgesang bot das Vokalensemble Hubert Velten aus Regensburg am vergangenen Sonntag in der Pfarrkirche St. Michael in Rimbach bei einem Adventskonzert, das durch den Pfarrgemeinderat organisiert worden war. Gregorianische Choräle, klassische Motetten, deutsche Adventslieder, aber auch waldlerische Lieder zum Advent wurden von den elf ehemaligen Domspatzen dargeboten und führten die vielen Zuhörer durch die Adventszeit hin auf Weihnachten. Die verbindenden Worte sprach Regionaldekan Holger Kruschina aus Roding, der dabei auf die besondere Bedeutung der Adventszeit hinwies.
  Gut besucht war am vergangenen Sonntag die Pfarrkirche St. Michael zum diesjährigen Adventskonzert, wenngleich durchaus noch Platz für weitere Zuhörer gewesen wäre. Monsignore Pfarrer Dr. Johann Tauer begrüßte besonders das Vokalensemble Hubert Velten aus Regensburg unter der Leitung von Stadtpfarrer und Regionaldekan Holger Kruschina und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Termin zustande gekommen sei. In diesem Zusammenhang dankte er dem Pfarrgemeinderat, besonders Martina Zankl, für die Organisation und lud die Zuhörer ein, die Seele baumeln zu lassen und eingehend auf die Frohbotschaft des dritten Adventssonntags der den Namen „Gaudete“ habe, sagte Pfarrer Tauer, dass dieses Wort „Freuet euch“ bedeutet. So sollen sich alle an diesem Männergesang erfreuen, den die ehemaligen Domspatzen darbieten werden. Das Vokalensemble, so Pfarrer Tauer ergänzend, gebe es seit 1991 und wird immer wieder durch junge Stimmen aus dem Regensburger Kathedralchor ergänzt.
  Mit einem Gregorianischen Choral „Rorate“ eröffnete der Chor dann das Konzert und zeigte gleich im ersten Beitrag, welch hochkarätiges Ensemble er sei. Eigentlich sei man mit dem Rorate etwas der Zeit voraus, denn dieser alte Adventsruf, übersetzt „Tauet ihr Himmel“, stehe erst für den vierten Advent, aber das Kommen des Erlösers, wie es das Volk Israel vor langer Zeit erflehte treffe für die ganze Adventszeit zu, so Pfarrer Holger Kruschina in seinen einleitenden Worten, als er die vielen Zuhörer zu dieser adventlichen Stunde begrüßte. Ab dem dritten Advent werden bei den Gottesdiensten die sogenannten „Oh-Antiphone“ gebetet, so der Sprecher weiter. Diese alttestamentlichen Anrufungen des Herrn stehen für das große Staunen über den Gott der auf uns zukommt. Mit dem bekannten Adventslied „O Heiland reiß die Himmel auf“  von Friedrich Spee und „ O Come, o Come Emmanuel“, einem Gesang aus dem 13. Jahrhundert, sowie einem weiteren Gregorianischen Choral „Creator alme siderum“ wurden diese Bitten an Gott den Heiland zu senden zum Ausdruck gebracht. Die nächsten Stücke waren dann dem Menschen gewidmet, der Christus zur Welt gebracht hat, seiner Mutter Maria. Die Lieder erzählten von der Verkündigung des Engels an Maria, über das Treffen Marias mit Elisabeth und den Lobpreis der aus dieser Begegnung  stammt. „Alma Redemptoris Mater“ von Palestrina, „Ave Maria“ von Jakobus Gallus, „Maria durch ein Dornwald ging“ aus dem Eichsfeld,  „Magnificat“ von J. Pachelbel, „Praeparate corde vestra“ von Jacobus Gallus und „Wie soll ich dich empfangen“ von Melchior Teschner wurden von den Sängern innig und eingehend dargeboten. 
  An Maria sei wahr geworden, was uns der dritte Advent sagt, so Pfarrer Kruschina,  nämlich dass wir uns freuen und jubeln sollen, wie es dann auch im Lied „Tochter Zion freue dich“ von G.F. Händel zum Ausdruck kam. In einem weiteren Teil des Konzerts brachten die Sänger dann mehrere volkstümliche Adventslieder zu Gehör, wobei sie zu diesen als Viergesang in unterschiedlichen Besetzungen auftraten. „In da Nacht“, „Seht da kommen“ und „Reinste Jungfrau, o betrachte“ wurden gesungen. 
Der Advent, so Pfarrer Kruschina sei jedes Jahr ein Hirten- und Krippenspiel, von dem wir ja wissen wie es ausgehen wird und den Weg hin auf Weihnachten gehen. Die Welt um uns herum dreht sich aber schneller als es früher der Fall war und man kann es kaum mehr erwarten, sowohl vom Kulinarischen her, über die Lichterherrlichkeit die überall zu sehen ist, bis hin auch zu den Liedern die jetzt schon vom Geschehen in der Heiligen Nacht künden. So dürfe auch schon jetzt im Advent die näher kommende Weihnacht begrüßt werden, da die Erfüllung der Verheißungen von damals, das Hoffnungszeichen für uns heute sei.  „Eja so seht den Rosenstrauch“ von Hansmaria Dombrowski, „Es kommt ein Schiff geladen“ aus dem 17. Jahrhundert, Köln und „O Magnum Mysterium“ von Morten Lauridsen rundeten das Programm ab. 
Nach lang anhaltendem Applaus brachten die elf Sänger noch das Lied „Es ist ein Ros´ entsprungen“ zu Gehör. In seinem Schlusswort dankte Pfarrer Kruschina allen Zuhörern, dass sie diese adventliche Stunde mitgefeiert haben und so jetzt hineingehen können in das Geheimnis der  Heiligen Nacht.  Das Lied „Heilige Nacht“, zu dem dann die Kirche ganz abgedunkelt wurde und nur noch die Kerzen ein mildes Licht verbreiteten wurde gleichsam zu einem Gebet, das die Zuhörer dann, ohne nochmals zu applaudieren mitnehmen sollten für die letzten Tage des Advents, so wie es der Sprecher erbeten hatte.
 
 
 
Bericht vom 19.12.2018
 

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