Ostern sagt uns dass Gott unser himmlischer Vater ist


Pfarrei Rimbach feierte Leiden, Tod und Auferstehung Jesu - Die heiligen Tage von Gründonnerstag bis Ostermontag

 
 
In den Gottesdiensten von Gründonnerstag bis zum Ostermontag gedachten die Gläubigen des Leidens und Sterbens, der Grabesruhe und der Auferstehung Jesu Christi. War es am Gründonnerstag das Gedenken an das letzte Abendmahl und der Einsetzung der Eucharistie, folgte am Karfreitag die Liturgie mit der Kreuzverehrung. Der Karsamstag begann mit dem Gebet am Heiligen Grab und mündete dann am Abend ein in den Höhepunkt des Osterfestes, die Feier der Osternacht mit Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauffeier und Eucharistie. In den Festgottesdiensten am Ostertag hörten die Mitfeiernden ebenfalls die Botschaft von der Auferstehung Jesu von den Toten und wie er dann immer wieder den Jüngern erschien.
 Viele Gläubige hatten sich am Gründonnerstag in der Pfarrkirche versammelt, um 
mit dem Gottesdienst in die heiligen drei Tage einzutreten, an denen an das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu erinnert wird. Pfarrer Dr. Johann Tauer erklärte den Mitfeiernden, dass die liturgieschen Feiern von Gründonnerstag bis zur Osternacht eigentlich ein zusammenhängender Gottesdienst seien und daher die Gründonnerstagsliturgie nicht mit dem Kreuzzeichen endet, die Gedächntisfeier am Karfreitag nicht damit begonnen und abgeschlossen werde, und erst die Osternacht dann wieder mit dem Kreuzzeichen endet. Mit dem Gloria am Gründonnerstag verstummten die Glocken und auch die Orgel, die erst wieder zur Feier der Osternacht erklangen. An Stelle der Glocken traten beim Gottesdienst die Holzklappern, die mit ihrem harten Klang das Leiden Jesu verdeutlichten. In der Frohbotschaft hörten die Gläubigen die Berichte über das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, wie er ihnen die Füße wusch und die Eucharistie einsetzte, bevor er dann zum Ölberg ging und schließlich durch Judas verraten und verhaftet wurde. An diesem Tag hatten die Gottesdienstbesucher die Möglichkeit die Kommunion in den beiden Gestalten zu empfangen.  Nach dem Gottesdienst, an dessen Ende das Allerheiligste und die Hostien in einen Seitenaltar übertragen wurden, fanden noch bis um 22 Uhr Ölbergandachten statt, bei denen Frauenbund, Firmlinge und Männerkongregation der Todesangst Jesu am Ölberg gedachten.
  Am Karfreitag kamen die Gläubigen zur Todesstunde Jesu wieder in der Kirche zusammen und hörten dann zunächst die Leidensgeschichte nach Johannes, die durch mehrere Lektoren vorgetragen wurde. Bei den „Großen Fürbitten“ wurden die Anliegen der Kirche, der Welt und die der notleidenden Menschen an Gott herangetragen.  Es folgte dann die Kreuzverehrung, die mit dem dreimaligen Ruf: „Seht das Kreuz an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt“ und der Antwort: „Kommt lasset uns anbeten“ eröffnet wurde. Von den Gläubigen wurden dabei wieder viele Blumen unter dem Kreuz niedergelegt, die von Frauen wieder zu einem herrlichen Osterschmuck für die Pfarrkirche arrangiert wurden. 
 Am Vormittag des Karsamstag waren die Gläubigen eingeladen zu Andacht und Gebet am Heiligen Grab, das wieder in der Seelenkapelle aufgebaut war und an die Grabesruhe Jesu erinnerte.
  Am Abend des Karsamstag begann die Feier der Osternacht, der Höhepunkt der heiligen drei Tage, mit der Segnung des Osterfeuers, das im Kirchhof brannte. Nach dem Anbringen der vier Nägel, die die Wundmahle Jesu symbolisieren und den Gebeten wurde die Osterkerze am Osterfeuer entzündet und durch Diakon Thomas Bauer in die dunkle Kirche getragen. Dazu wurde dreimal das „Lumen Christi“ gesungen auf den die Gläubigen mit „Deo gratias“ antworteten. Diakon Thomas Bauer sang dann auch das Exultet, den langen Lobpreis der Osterkerze, die ein Symbol für Christus ist. Nach und nach verteilte sich das Licht der Osterkerze über die vielen kleinen Kerzen der Mitfeiernden und tauchten den gesamten Kirchenraum in ein warmes Licht. In den Lesungen wurde zunächst die Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis und über den Auszug der Israeliten aus der Knechtschaft in Ägypten und dem Zug durch das Rote Meer berichtet. Der Zug der Israeliten und die Vernichtung des Heeres des Pharao durch das Wasser soll die Taufe versinnbildlichen, bei der das Böse ertränkt wird und ein neuer Mensch ersteht. Nach den Lesungen aus dem alten Testament ertönte erstmals nach dem Gründonnerstag wieder die Orgel und alle Glocken begannen zu läuten, als das Gloria angestimmt wurde. Erstmals nach dem Aschermittwoch wurde auch wieder das Halleluja gesungen und dann im Evangelium von Auferstehung Jesu Christi berichtet. In seiner Predigt ging Pfarrer Tauer dann auf die Lesungen und das Evangelium ein, als er erklärte dass die Israeliten durch das Wasser des Roten Meeres von der Verfolgung der Ägypter errettet wurden. Auch in der Taufe werde das Böse gleichsam ertränkt und wird neues Leben geschenkt, das abgewandt ist vom Bösen und der Sünde. So sind alle Getauften befreit worden zur Liebe zum Nächsten und zu Gott.
  Mit der Allerheiligenlitanei wurde dann die Tauffeier eingeleitet. Mit dem Eintauchen der Osterkerze in das Taufbecken durch Diakon Thomas Bauer wurde das Taufwasser geweiht, mit dem, nachdem die Gläubigen das Taufversprechen erneuert hatten, besprengt wurden zur Erinnerung an ihre Taufe. Zum Ende der Eucharistiefeier wurden auch noch die Speisen für das Ostermahl zu Hause gesegnet. 
  Auch beim Festgottesdienst am Ostertag stand die Botschaft von der Auferstehung Jesu im Mittelpunkt der Verkündigung. Die Entdeckung des leeren Grabes, die Verwirrung der Jünger, weil Jesus, von dem sie soviel erwartet hatten, am Kreuz gestorben und jetzt auch noch aus dem Grab verschwunden war, ließ die Jünger zweifeln, so Pfarrer Tauer in seiner Predigt. Die Anhänger Jesu hatten die Schrift und auch die Auferstehung noch nicht verstanden und hatten sich verstreut. Um so mehr sei es Bezeichnend dafür, dass es nicht die Jünger waren die erste Zeugen der Auferstehung Jesu wurden, sondern Frauen, die Jesus bis zuletzt gefolgt waren. Es war Maria Magdalena, die Jesus als erste sah. Sie sei damit die Apostolin der Apostel geworden. Dies zeige auch, dass Jesus nicht ohne die Frauen sein wollte, nachdem sich die Jünger verlaufen hatten. Als Getaufte dürfen wir sicher sein, dass Jesus da ist und wir an ihm festhalten sollen. Mit seiner Zusage: „Ich gehe hinaus zu meinem und eurem Vater zu meinem und euren Gott“ sind alle Getauften Kinder Gottes, des barmherzigen Vaters im Himmel. So ist Ostern nicht etwas was vor 2000 Jahren geschah, sondern das etwas das jetzt geschehe weil wir Kinder Gottes sind, der zu uns hält, wie es im Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählt wird.
  Zum Ende des Gottesdienstes dankte Pfarrer Tauer den Gottesdienstbesuchern für die Mitfeier der Gottesdienste an den heiligen Tagen, besonders auch dem Kirchenchor für die festliche Mitgestaltung, Ministranten, Mesnerinnen und allen Helfern die zu den Feiern beigetragen haben.
Den Gottesdienst am Ostermontag, bei dem die Geschichte berichtet wurde, wie Jesus nach seiner Auferstehung den Emmausjüngern erschienen war, hielt Pfarrer Peter.  
 
 
Bericht vom 24.04.2019
 

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