Das Miteinander in der Ehe bedeutet auch füreinander da zu sein


Gottesdienst mit 17 Jubelpaaren in der Pfarrkirche - Pfarrer Seidl spendete Jubiläumssegen -

 
 
Im Rahmen eines ansprechend gestalteten Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Michael feierten 17 Ehepaare, die in diesem Jahr ein besonderes Ehejubiläum feiern können ihr Ehejubiläum. Paare, die seit 25, 40, 50 und 60 Jahren verheiratet sind waren dazu eingeladen worden, um Dank zu sagen für die gemeinsamen Jahre und zugleich auch um weitere gemeinsame Jahre mit ihren Familien zu bitten. Pfarrer Karl-Heinz Seidl spendete den 17 Ehepaaren dann auch den Jubiläumssegen. Im Anschluß an den Gottesdienst fand im Pfarrheim eine kleine Feier statt, bei der vom Pfarrgemeinderat Hochzeitssuppe serviert wurde.
    Der Pfarrgottesdienst am vergangenen Sonntag stand ganz im Zeichen des Dankes von Ehepaaren, die in diesem Jahr ein besonderes Hochzeitsjubiläum begehen können, die seit 25, 40, 50 oder gar 60 Jahren verheiratet sind. Es gelte zu danken für die gemeinsam verbrachte Zeit, für die Geschichte und das Leben in der Familie, mit Kindern und Kindeskindern, so sagte Pfarrer Karl-Heinz Seidl zu Beginn des Gottesdienstes, nachdem der die 17 anwesenden Ehepaare dazu besonders begrüßt hatte. Christus ist Gastgeber beim Opfermahl, der heiligen Messe und auch beim himmlischen Hochzeitsmahl zu dem wir alle geladen sind.
  In seiner Predigt ging Pfarrer Seidl zunächst auf das Evangelium ein, in dem Jesus einem jungen Mann, auf dessen Frage was er tun müsse um das ewige Leben zu erlangen sagte, er solle all seinen Besitz hergeben und den Erlös den Armen geben. Diese Worte Jesu kommen uns hart vor und machen uns verlegen, denn wer will schon alles was er sich erarbeitet hat hergeben. Jesus will mit diesen Worten auf die Gefahr aufmerksam manchen die im Reichtum steckt, immer noch mehr zu bekommen. Reichtum beginnt überall dort wo man mehr hat als man zum Leben braucht. Die Schere zwischen arm und reich gehe immer weiter auseinander, dabei sei Eigentum sozialverpflichtend. Die Gesellschaft müsse Anreiz schaffen dass Reiche ihre Vermögen einsetzen. Wenn einzelne in Führungspositionen jährlich Millionen verdienen, während andere kaum genug haben um zu überleben werden die Worte Jesu verständlich, als er sagte: „Eher gehe ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher ins Himmelreich kommt“. Reichtum sei für viele wie ein Gefängnis aus dem es nur schwer ist zu entkommen. Dabei gehe es letztendlich aber nicht darum mehr zu haben, sondern mehr zu sein, denn dies seien die wesentlichen Dinge für die Menschen um ins Reich Gottes zu kommen. Gott sei Dank, so Pfarrer Seidl weiter, gebe es aber auch die Menschen, die bereit sind ehrenamtlich tätig zu werden, die Zeit und Geld einsetzen, egal ob konkret jetzt in der Flüchtlingssituation, oder in vielen anderen Bereichen z.B. für Jugend, Senioren, in der Pfarrei oder sozialen Einrichtungen, oder in der Pflege von kranken Angehörigen. Die guten Werke kehren zu diesen Menschen zurück. Wer den Mut hat sich einzusetzen gewinnt für das eigene Leben, denn dadurch wachse innerer Reichtum. Dies sei auch das Geheimnis der Jubelpaare, die seit vielen Jahren verheiratet sind, leitete Pfarrer Seidl auf diesen Anlass über. Die Eheleute haben sich gegenseitig getragen, ertragen, angenommen und akzeptiert. Aus dem Miteinander ist für sie auch ein Füreinander geworden, so wie es auch im Hohen Lied der Liebe beschreiben wird. Pfarrer Seidl gratulierte den Jubelpaaren und dankte ihnen zugleich auch dafür, dass sie für junge Menschen Beispiel sein können, wie das gemeinsame Leben gelingen kann, im Auf  und Ab des Lebens. Dann  spendete Pfarrer Seidl den Jubelpaaren den Jubiläumssegen und wünschte ihnen noch viele gemeinsame Jahre mit ihren Familien und Angehörigen.
Nach dem Gottesdienst erhielten die 17 Paare noch ein kleines Präsent und waren dann zu einer kleinen Feier bei Hochzeitssuppe im Pfarrheim eingeladen.
Seit 60 Jahren verheiratet sind zwei Paare:  Franziska und Günter Gollek; und Frieda und Konrad Brandl.
Seit 50 Jahren verheiratet sind 4 Ehepaare: Marianne und Alfred Emberger; Anna und Albert Kurz, Waltraud und Franz Gotz, Christa und Herbert Wimmer.
Seit 40 Jahren verheiratet sind 6 Paare: Elisabeth und Josef Achatz, Luise und Franz Hofmann, Elfriede und Alois Gruber, Waltraud und Xaver Stelzer, Berta  und Günther Weiß, Franziska und Siegfried Fischer.
Seit 25 Jahren verheiratet sind: Stefanie und Christian Lederer, Elisabeth und Max Boxhorn, Regina und Harald Berzl, Heidemarie und Bertram Wanninger, Bettina Pielmeier Hackl und Martin Hackl.
 
 
Bericht vom 15.10.2015

zurück