Dresden und Elbsandsteingebirge war für den Rimbacher Kirchenchor eine Reise wert


Drei erlebnisreiche Tage für die Sängerinnen und Sänger - Kanonendonner über dem Elbetal erlebt

 
 
Wenn einer eine Reise tut dann kann er was erzählen, dieses Sprichwort trifft auch für die Mitglieder des Rimbacher Kirchenchores zu, die am vergangenen Wochenende zu einem Dreitagesausflug nach Dresden gestartet waren. Schon alleine die herrlichen Bauwerke der Elbmetropole, die Semperoper, die Hofkirche, der Zwinger und der Fürstenzug  begeisterten die Bayerwäldler und dazu auch die beeindruckende Landschaft des Elbetales und des Elbsandsteingebirges. Die Bastei und die Feste Königstein standen ebenfalls auf dem Besichtigungsprogramm.
   Der Rimbacher Kirchenchor startete am vergangenen Freitag zu einem dreitägigen Ausflug nach Dresden. Nach dem frühen Start mit einem Bus des Busunternehmens Baumgartner aus Cham, mit Klaus Daschner am Steuer, führte die Fahrt über Weiden, Hof und Chemnitz nach Dresden. Die frühe Abfahrt war deshalb so geplant, weil die Reisegruppe zur Orgelandacht in der Frauenkirche angemeldet war, die jeweils am Freitagmittag abgehalten wird. Da die Fahrt reibungslos und ohne Verzögerung über die Bühne ging war man gut in der Zeit und so konnten bei einem ersten Bummel  durch die Altstadt bereits erste Eindrücke von den großartigen Bauwerken gesammelt werden. Ziel war dann aber die Frauenkirche, wo für die Gruppe bei der Orgelandacht sehr schöne Plätze reserviert waren. Der wunderschöne Bau der Frauenkirche war um so mehr beeindruckend, wenn man weiß dass diese Kirche kurz vor Kriegsende in einer Bombennacht vollständig zerstört wurde und nach den alten Plänen original wieder aufgebaut wurde. Über Einzelheiten zur Geschichte der Kirche wurde in einer Kirchenführung die sich der Andacht anschloss erzählt. Anschließend war Zeit zur freien Verfügung, die vor allem zur Stärkung, das heißt zum Mittagessen genutzt wurde, war doch am Nachmittag auch noch eine Stadtführung auf dem Programm. Erfreulich war dabei, dass man dabei mit Miriam Gammer eine „Rimbacherin“ als Stadtführerin hatte. Die Rimbacherin, allen bestens bekannt als ehemalige Ministrantin, studiert seit fünf Jahren in Dresden und konnte daher den Besuchern aus der Heimat viel Interessantes zeigen und erzählen, wofür ihr die Reisegruppe zum Abschluss der Führung herzlich dankte. Danach ging es zum Hotel Holiday Inn am Zwinger wo nach der Zimmerverteilung auch das Abendessen eingenommen wurde. Der wunderbare Spätsommerabend wurde von den meisten noch zu einem kurzen Bummel und geselligem Beisammensein auf der Hotelterrasse genutzt.
  Ein volles Programm war dann für Samstag geplant. Gleich nach dem Frühstück ging es mit dem Bus zur Schiffsanlegestelle an den Elbterrassen. Wegen des extrem niedrigen Wasserstandes der Elbe war noch unsicher ob überhaupt eine Schifffahrt möglich sei, doch die Rimbacher hatten Glück. Der Schaufelraddampfer der sächsischen Dampfschiffgesellschaft legte pünktlich ab und so wurde diese Fahrt auf der Elbe zum Schloss Pillnitz zu einem ersten tollen Erlebnis dieses Tages. Vom Schiff aus hatte man einerseits einen herrlichen Blick auf das Panorama der Stadt und dann auf der gut eineinhalbstündigen Fahrt immer wieder schöne Ansichten auf die Gebäude an den Ufern. Auch unter dem sogenannten „blauen Wunder“ der imposanten Hängebrücke führte die Fahrt hindurch, bis bald darauf das Schloss Pillnitz in Sicht kam, wo das Schiff verlassen wurde und der Bus für die Weiterfahrt wartete. Gerne hätte man dort etwas mehr Zeit zur Besichtigung der Parkanlagen gehabt, aber die Zeit drängte wegen der weiteren Programmpunkte. Nach einer halbstündigen Busfahrt war das nächste Ziel erreicht, die sogenannte Bastei im Elbsandsteingebirge. Dort waren im Panoramarestaurant Plätze reserviert, die während des Mittagessens auch eine sehr schöne Aussicht auf das Elbetal und die gewaltigen Steinformationen des Elbsandsteingebirges boten. Nach kurzem Aufenthalt führte die Fahrt weiter zur Festung Königstein, der gigantischen Wehranlage auf dem gleichnamigen Tafelberg. Schon vom Parkplatz aus konnte man angesichts der hohen Mauern erahnen, vor welch enormer Festungsanlage man hier stand. Mit einem Aufzug ging es dann hinauf auf die Festungsanlage wo wieder eine Führung bestellt war. Es war Zufall, dass gerade an diesem Tag auf der Festung Königstein eine besondere Veranstaltung stattfand, nämlich „Kanonendonner über dem Elbtal.“ Über 200 Kanoniere, in historische Uniformen gekleidet, feuern nahezu pausenlos mit ihren originalgetreu nachgebauten  Geschützen aus dem 14. bis 19. Jahrhundert über die Festungsmauern und lassen dabei Geschichte lebendig werden. Trommler und Pfeifer sorgten zusätzlich für mittelalterliche Klänge, während der Rauch von Schwarzpulver über die Burganlage zog. Die angenehme Kühle und Ruhe in der schönen Festungskapelle nutzte der Rimbacher Kichenchor um selber aktiv zu werden und stimmte dort das „Ave Maria“ aus der Rimbacher Messe an. Der fachkundige Burgführer konnte während des Rundganges viele Einzelheiten aus der Geschichte dieser gewaltigen Festungsanlage erzählen, die nie erobert wurde, lediglich ein junger Schornsteinfeger soll einmal die Mauer überwunden haben. Das Abendessen war am Samstag im „Pulverturm“, einem urigen Restaurant in unmittelbarer Nähe der Frauenkirche organisiert, wo deftige sächsische Speisen angeboten wurden. So gestärkt ließ man  den Abend, dank der sommerlichen Temperaturen noch gemütlich ausklingen und konnte dabei das nächtliche Dresden erleben. 
  Der letzte Tag der Reise begann mit einer Führung in der weltberühmten Semperoper. Hier konnten sich die Rimbacher Chormitglieder von der herrlichen Architektur und Ausstattung bezaubern lassen und erlebten auch die wunderbare Akustik. Anschließend bestand die Gelegenheit zum Besuch des Gottesdienstes in der Hofkirche, den die meisten der Rimbacher mitfeierten. Zur Mittagsgszeit ging es mit dem Bus weiter zum Schloss Moritzburg, dem herrlichen Wasserschloss nahe Dresdens. Das Schloss Moritzburg war Drehort für den Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und auf einer Treppe ist der Schuh zu sehen, den Aschenbrödel verlor. Ob er einer der mitgereisten Damen passte, wurde nicht bekannt. Nach einem  Aufenthalt zur Besichtigung, wurde die Heimreise angetreten. Am frühen Abend war dann mit vielen schönen Erlebnissen bereichert, Ankunft in Rimbach.
 
Bericht vom 15.09.2016
 

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