Pfarrei Rimbach feierte den Namenstag der Pfarrkirche


Kirche ist Ort der Begegnung mit Gott / Festlicher Gottesdienst mit Chor und Instrumentalisten

 
 
Die Pfarrei Rimbach feierte am vergangenen Sonntag das Patrozinium der Michaelskirche. Der Festgottesdienst in der Pfarrkirche wurde durch den Kirchenchor und einer Instrumentalgruppe feierlich gestaltet. Pfarrer Karl-Heinz Seidl ging in seiner Predigt einerseits auf das Evangelium vom armen Lazarus und dem reichen Prasser ein und spannte dabei einen Bogen zum Altarbild der Kirche, das den Erzengel Michael zeigt, der den gefallenen Engel in die Hölle stößt. 
  Die Kirche ist der Ort an dem wir Gott begegnen dürfen, zugleich aber auch der Ort wo wir Antwort geben können auf die Liebe Gottes. Hier können wir zeigen, dass wir uns für Gott entscheiden, so eröffnete Pfarrer Karl-Heinz Seidl am vergangenen Sonntag den Festgottesdienst zum Patrozinium der Pfarrkirche St. Michael, nachdem er mit allen Ministranten in die Kirche eingezogen war.  Der Kirchenchor, begleitet von einer Instrumentalgruppe, unter Leitung von Julia Häring gestaltete die Feier mit einer volkstümlichen Kirchweihmesse mit und erfreute damit die Gottesdienstbesucher.
  In der Predigt spannte Pfarrer Seidl einen Bogen vom Gleichnis Jesus vom armen Lazarus und dem reichen Prasser hin zum Altarbild am Hochaltar, das den Erzengel Michael zeigt, wie der Luzifer in die Hölle stößt. Es seien harte Worte von Jesus, als er über die Höllenqualen sprach, die der Prasser nach seinem Tod erdulden musste, während Lazarus im Paradies war. Dazwischen war ein unüberwindbarer Abgrund. Diese Bilder, von Himmel, Gericht, Fegfeuer und Hölle seien auch in der Seelenkapelle zu sehen, so Pfarrer Seidl weiter. In der Vergangenheit gab es in der Kirche die sogenannten Höllenpredigten, mit denen die Gläubigen Angst vor der ewigen Verdammnis bekommen sollten. Auch das Altarbild  der Pfarrkirche mache deutlich, dass das Böse in die Hölle gestoßen wird. Der Erzengel Michael sei somit der Seelenjäger, der die Gerechten unterstützt und in den Himmel führt. In unserer Zeit werde die Hölle kaum mehr thematisiert. 
  Im Spiel vom Brandner Kaspar werde Michael als Zeremonienmeister als etwas komische Figur dargestellt. Dabei sei der Erzengel der gute Geist der sich für Gott und die Menschen einsetzt. Wer sich heute die Frage stellt, ob es die Hölle überhaupt gibt, dem könne geantwortet werden, dass es für viele Menschen bereits im Leben die Hölle gibt, wenn man die Ereignisse in den Kriegen, bei Terror und Mord betrachtet. Und auch nach unserm Tod werde es für die Seelen den Zustand der Hölle geben, die durch die Gottferne entsteht, das heißt den Zustand, nicht zu Gott kommen zu dürfen. Wenn Menschen immer wieder sagen, sie wollen mit Gott nichts zu tun haben, dann wird Gott einmal sagen dass deren Wille geschehe. Unser Leben heute sei wichtig für unsere Zukunft, denn es wird entscheidend sein, ob es getan oder vertan wird. So seien Gebet und Gottesdienst wichtig um sich für Gott zu entscheiden und Gott werde entscheiden ob wir gottgefällig sind. Die Kirche wolle keine Drohbotschaft sondern eine Frohbotschaft verkünden. Aber Gott will unser ja für das Gute und das Nein gegen das Böse. So sollen die Gläubigen durch ihr Leben selber zu Engeln für andere werden. Wenn jemand zu einem anderen Menschen sagt: „Du bist ein Engel“ sei dies Ausdruck dafür, dass ihm dieser Mensch etwas gutes getan hat. So ermunterte Pfarrer Seidl dann auch die Gottesdienstbesucher, beim Friedensgruß dem Banknachbarn zu sagen er sei ein Engel. 
Zum Ende des Gottesdienstes dankte Pfarrer Seidl besonders dem Kirchenchor und den Instrumentalisten für die innige musikalische Gestaltung und dem Obst- und Gartenbauverein, der für einen wunderbaren Blumenschmuck der Kirche zum Patrozinium gesorgt hatte. Der Blumenschmuck wird wohl auch noch zum Erntedankfest am kommenden Sonntag die Pfarrkirche schmücken.
 
Bericht vom 28.09.2016
 
 

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