Pfarrei feierte Lichtmess


Kerzenweihe und Prozession durch die Kirche - Kommunionkinder bekamen ihre Kerzen

 
 
Der Lichtmesstag am 2. Februar, in  früheren Zeiten, besonders bei der ländlichen Bevölkerung ein großer Tag, da an diesem Tag die Dienstboten ihre Arbeitsstellen wechselten, wird heute weitgehend nur noch in den Kirchen gefeiert. Vierzig Tage nach Weihnachten erinnert die Kirche daran, wie die Eltern Jesu das Kind in den Tempel brachten um es Gott darzustellen, und ein Opfer darzubringen, wie es das Gesetz Mose vorschrieb. Dort trafen sie die greisen Propheten Simeon und Hanna, die in dem Knaben Jesu den Gottessohn erkannten und die aus der hl. Schrift bekannten Prophezeiungen machten. 
  Der Gottesdienst zum Fest „Darstellung des Herrn“ oder im Volksmund  „Maria Lichtmess“ wurde am vergangenen Donnerstag gemeinsam von Pfarrer Karl-Heinz Seidl und Pfarrer Peter Chettaniyil zelebriert, was die Bedeutung dieses Festes hervorhob.  Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Seidl besonders auch die Kommunionkinder, die in die Messfeier eingebunden waren und deren Kommunionkerzen geweiht wurden. Mit der Darstellung des Herrn im Tempel, so erklärte Pfarrer Seidl, erfüllten die Eltern Jesu das Gesetz Mose, wonach jede männliche Erstgeburt Gott dargebracht werden musste. Zugleich war dies, 40 Tage nach der Geburt der Tag der Reinigung Mariens, denn nach der Geburt eines Kindes galten die Frauen für 40 Tage als unrein. Im Tempel zu Jerusalem fand dann auch die Begegnung mit dem greisen Simeon und der greisen Hanna statt. Die Prophezeiungen des Simeon über Jesus trugen dann drei Kommunionkinder vor. Anschließend folgte die Weihe der Kerzen. Geweiht wurden die Kerzen die das Jahr über in der Kirche gebraucht werden, aber auch die Kommunionkerzen der Kinder, die heuer zum ersten Mal an den Tisch des Herrn gehen, sowie die Kerzen die die Gläubigen mitgebracht hatten. Mit brennenden Kerzen in den Händen zogen dann die Kinder mit Pfarrer Seidl und Pfarrer Peter in einer Prozession durch die Kirche.
In der Predigt ging Pfarrer Seidl dann auf die Zahl 40 ein, die in der Bibel immer wieder vorkommt. Die Zahl 40 sei eine heilige Zahl, erwähnte er und nannte einige Beispiele. So werde das Fest Lichtmess vierzig Tage nach Weihnachten begangen, vor der Sintflut regnete es 40 Tage, Mose verbrachte 40 Tage auf dem Berg Sinai als er die zehn Gebote bekam, das Volk Israel zog 40 Tage durch die Wüste ins gelobte Land,  Jesus fastete 40 Tage in der Wüste, die Fastenzeit vor Ostern dauert 40 Tage und 40 Tage nach Ostern ist die Himmelfahrt Christi. Weil mit Jesus das Licht in die Welt kam werden an Lichtmess auch die Kerzen als Sinnbild für Jesus geweiht. Von den Kommunionkindern wurden dann auch die Fürbitten vorgetragen.
 
Bericht vom 04.02.2017
 

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