Weihbischof Dr. Josef Graf spendete 42 Jugendlichen das hl. Sakrament der Firmung


Firmung ist für die jungen Christen ihr persönliches Pfingstfest - Sich von Jesus begeistern lassen damit der Funke überspringt

 
 
Der vergangene Freitag war für 42 junge Christen aus den Pfarreien Rimbach und Grafenwiesen mit Expositur Zenching ein besonderer Tag. Weihbischof Dr. Josef Graf spendete ihnen in der Pfarrkirche in Rimbach das hl. Sakrament der Firmung, auf die sie sich in den vergangenen Monaten vorbereitet haben. Sich von Jesus begeistern lassen, um sich als mündige Christen für Jesu Sache zu engagieren, dazu rief der Weihbischof in seiner Predigt auf. Dazu können Menschen, die sich für andere einsetzen in besonderer Weise Vorbild sein. 
   Festliches Glockengeläut begleitete am vergangenen Freitag die 42 Firmlinge mit ihren Paten, als sie mit Weihbischof Dr. Josef Graf vom Pfarrhof zur Kirche zogen. Auf dem Weg segnete der Weihbischof auch die Schulkinder, die sich am Kirchenaufgang aufgestellt hatten. Zu Beginn des Firmgottesdienstes begrüßte Pfarrer Karl-Heinz Seidl besonders den Weihbischof, Pfarrer Peter, Thomas Bauer der im September zum Diakon geweiht wird, die Vertreter der Gemeinde, Eltern und Angehörige und die Firmlinge mit ihren Paten und bat den Bischof dem Firmgottesdienst vorzustehen. Dieser bedankte sich für die herzliche Begrüßung und wies bereits zu Beginn des Gottesdienstes darauf hin, dass er Jesus die Hand leihen dürfe, denn die Firmung sei ein Geschenk von Jesus selbst. Die Lesung aus der Apostelgeschichte, vorgetragen von Thomas Bauer, der im September zum Diakon geweiht wird, schilderte die Begebenheit des ersten Pfingstfestes, bei dem der Heilige Geist auf die Apostel herab kam.  
   Mit dem Hinweis auf das große Sportereignis, die Fußball-WM in Russland begann der Weihbischof seine Predigt. Auch wenn der Einstig für die deutsche Nationalmannschaft nicht so gut gelang konnten die Fußballanhänger bereits begeisternde Spiele mitverfolgen. Viele wünschen sich eine begeisternde Weltmeisterschaft aber es gebe auch viele andere Dinge die begeistern können. So seien kleine Kinder von der Liebe ihrer Eltern begeistert. Im Laufe der Zeit treten aber andere Dinge in den Vordergrund von denen manche begeistert sind, etwa von Sportlern oder von Stars der Unterhaltungsbranche. Er selbst aber, so der Weihbischof, sei von solchen Menschen begeistert, die es im Leben schwer haben, die Schicksalsschläge wie Krankheit oder den Tod von lieben Angehörigen hinnehmen müssen und trotzdem ihr Leben meistern. Auch sei er begeistert von Menschen, die ein Herz für andere haben, die sich in der Pfarrei, in Verbänden und Vereinen engagieren,  oft ohne dafür einen Dank zu bekommen. Nicht jeder, der von einem Sportler oder einem Star begeistert sei, können selber ein solcher werden. Aber man könne sich Menschen, die sich für andere engagieren als Vorbilder nehmen und diesen nacheifern. Jeder Mensch habe verschiedene Anlagen und Talente  von denen er anderen etwas abgeben kann. Der Heilige Geist, den Jesus als Stärkung versprochen hat und der auf die Apostel herab kam,  könne in den Menschen bewirken dass sie Kraft, Zeit und Aufmerksamkeit an andere weiter schenken. Darum gehe es in der Firmung. Da ist es Jesus der sich uns gibt und den hl. Geist als Stärkung schenkt. Seit der Taufe gehören wir zu Jesus und in der Kommunion schenkt er sich in seinem Leib. Die Firmung sei dann für jeden Christen sein persönliches Pfingstfest um sich innerlich entflammen zu lassen und für das weitere Leben Feuer und Flamme für Jesus zu sein. Es ist etwas Großes in den Sakramenten, auch wenn es äußerlich vielleicht nicht so zu sehen ist, aber wir sollen es im Herzen spüren, welch große Gabe  wir dabei geschenkt bekommen. Die zweite Seite aber sei, dass diese Gabe zur Aufgabe werden soll. Wir sollen den Funken überspringen lassen auf uns und zu Menschen werden, die nicht nur an sich denken, sondern die auch die Anderen sehen und ihnen helfen. Wenn wir uns das Ideal vor Augen stellen, auch weiter zu Jesus zu stehen, werden aber auch Fragen laut, was wohl in 20 oder 30 Jahren sein wird.  Gibt es dann noch katholisches Leben in der Gemeinde? „Ihr als junge und mündige Christen seid gefordert, dass der Glaube und die Begeisterung für Jesus weiter lebt“, so der Weihbischof, der sich dann auch an die Paten mit der Bitte wandte, hinter ihrem Firmling zu stehen nicht nur bei der Firmung, sondern im weiteren Leben und auch deren Glaubensweg zu begleiten. 
  Durch die Salbung mit Chrisam und das Auflegen seiner Hand rief der Weihbischof dann auf die 42 Firmlinge den Heiligen Geist herab und für jeden hatte er noch ein ganz persönliches Wort. 
In den weiteren Verlauf des Firmgottesdienstes waren die Firmlinge besonders mit eingebunden als sie Fürbitten und Dankgebete vortrugen. Einen wesentlichen Beitrag zum festlichen Ablauf leistete auch der Kirchenchor Rimbach unter Leitung von Julia Häring, der in etlichen zusätzlichen Proben
die Lieder eingelernt hatte, die mit ihren Texten und eingehenden Melodien ganz auf die Firmung und den Heiligen Geist abgestimmt waren. Dies hob der Weihbischof  auch in seinem Dank zum Ende der Feier besonders hervor. Als Vater eines Firmlings brachte Heinz Niedermayer am Ende der Feier seinen Dank an den Weihbischof, Pfarrer Seidl und Pfarrer Peter, den Kirchenchor, die Mesnerinnen und alle, die zur festlichen Feier der Firmung beigetragen haben, zu Ausdruck.
 
 
Bericht vom 25.06.2018
 

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