Rimbach feiert seinen Pfarrpatron St. Michael


Das Patrozinium ist heuer mit der Amtseinführung des neuen Pfarrers verbunden - Festgottesdienst am Sonntag um 17 Uhr

 
 
Der letzte Sonntag im September ist der Termin, an dem die Pfarrei Rimbach das Patrozinium ihrer Pfarrkirche feiert, die dem Erzengel Michael geweiht ist. Das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, die alle auf dem Hochalter der Kirche zu sehen sind, wird zwar nach dem Kalender bereits am 29. September begangen, doch seit vielen Jahren wird der Kirchweihsonntag auf den letzten Septembersonntag gelegt. Heuer bekommt dieser Tag für die Pfarrei eine besondere Bedeutung, ist mit dem Patrozinium auch die Amtseinführung (Installation) des neuen Pfarrers, Monsignore Dr. Johann Tauer verbunden.
  Alleine das Patronat der Erzengel Michael lässt darauf schließen, dass Rimbach eine sehr alte Pfarrei ist. Als im Jahre 739 Bonifatius das Bistum Regensburg errichtete, war nicht nur die Bischofsstadt und ihre südliche Umgebung christlich,  sondern auch der Südwesten und Südosten des bayerischen Nordgaues, darunter zahlreiche Orte im Bereich um Cham. Zur Mission brauchten die Missionare irgendeinen Ausgang oder Stützpunkt.. So erhielten die christlichen Bayern am Regen mit Chammünster einen kirchlichen Mittelpunkt. Die Errichtung eines Klosters in Chammünster war daher von großer Bedeutung für die Entwicklung unseres Gebietes, sowohl aus Christlicher, als auch aus kolonisatorischer Sicht. Chammünster war nicht nur der kirchliche Mittelpunkt, sondern auch die Urpfarrei eines ganzen Gebietes, zu dem auch die ganze Gegend um Kötzting gehörte. Viele neue Kirchen wurden in den folgenden Jahren in der Umgebung gegründet. Es ist zu vermuten, dass die Orte mit der Namensendung -bach dem 9. Jahrhundert zugeordnet werden können und Chammünster ihre Entstehung verdanken. Als besondere Beispiele gelten Rimbach, Blaibach und Moosbach. Die Vollendung und Krönung des Missionswerks bildete die Gründung der Pfarreien im 9.  und 10. Jahrhundert, und gegen Ende des 12. Jahrhunderts die Einteilung in die Dekanate. Der Nordgau umfasste fünf Dekanate, darunter Cham. Die Pfarrei Rimbach, die im ältesten Bistumsmatrikel von 1326 erstmals erwähnt ist, gehörte damals zum Dekanat Cham. 
  Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich nicht nur mehrmals  das Pfarrgebiet, das früher bis nach Ottenzell reichte, sondern immer wieder wurden an der Kirche Veränderungen vorgenommen.  Eine Jahreszahl über dem Bogen vom alten zum neuen Kirchenteil erinnert an den Bau des alten Teils der Kirche im Jahr 1719 und an die große Gönnerin der Pfarrei, Anna Justina Freifrau von Weichs, eine geborene Freiin von Pelkoven. Ihr hat die Pfarrei nicht nur den Hochaltar mit dem Bild vom Kampf des Erzengels Michael gegen die aufständischen Engel zu verdanken, sondern auch eine wertvolle Strahlenmonstranz.
  Der neuere Teil der Kirche wurde Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts errichtet.  In den letzten Jahren wurden umfassende Baumaßnahmen in Angriff genommen, wobei die Außengestaltung der Kirche und es Umfeldes besonders ins Auge sticht. Vor allem der barrierefreie Zugang vom Friedhof zur Kirche und der weitläufige, neu gestaltete Kirchhof findet große Zustimmung. Derzeit laufen die Planungen für die Innenrenovierung, die möglichst bald in Angriff genommen werden soll, kann doch im kommenden Jahr das 300jährige Bestehen der alten Kirche begangen werden.
   Heuer jedoch hat das Kirchenpatrozinium noch eine andere große Bedeutung, findet doch am kommenden Sonntag zu diesem Anlass auch die Amtseinführung des neuen Pfarrers, Monsignore Dr. Johann Tauer statt. Bereits am Samstag, dem eigentlichen Fest der Erzengel ist um 18 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten und ewige Anbetung mit Beichtgelegenheit. Um 18.45 Uhr ist Andacht und eucharistischer Segen und um 19 Uhr hl. Messe. Am Sonntag ist am Vormittag kein Gottesdienst in Rimbach. Dafür ist dann nachmittags um 17 Uhr Festgottesdienst mit Amtseinführung des neuen Seelsorgers durch Dekan Herbert Mader. Der Kirchenchor, der sich seit mehreren Wochen auf diese Feier vorbereitet, wird den Gottesdienst besonders festlich umrahmen.  Alle Pfarrangehörigen sind zur Mitfeier besonders eingeladen. 
 
 
 
Bericht vom 28.09.2018

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