Die Ehe ist das Übungsfeld für das Reich Gottes


Erneuerung des Hochzeitssegens für 18 Jubelpaare - Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael

 
 
Für 18 Jubelpaare aus der Pfarrei Rimbach und der Expositur Zenching läuteten am vergangenen Sonntag gewissermaßen wieder die Hochzeitsglocken. Die Ehepaare, die in diesem Jahr 25, 40, 50  oder 60 Jahre verheiratet sind, die also ein besonderes Ehejubiläum feiern konnten, waren zum Sonntagsgottesdienst besonders eingeladen und wurden durch Pfarrer Johann Tauer besonders begrüßt. In seiner Predigt ging Pfarrer Tauer sowohl auf das Evangelium des Tages ein und fand dazu einen Vergleich zu den Paaren, die ein besonderes Hochzeitsjubiläum feiern konnten. 
   Zum Gottesdienst am vergangenen Sonntag konnte Pfarrer Johann Tauer unter den Kirchenbesuchern besonders 18 Jubelpaare aus der Pfarrei Rimbach und der Expositur Zenching begrüßen, die in diesem Jahr ein besonderes Ehejubiläum feiern konnten. Wollen wir in den Himmel kommen?, diese Frage stellte Pfarrer Tauer zu Beginn seiner Predigt und ging damit auf das Tagesevangelium ein, bei dem Jesus die Aussage getroffen hatte: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadeöhr, als ein Reicher ins Himmelreich“. Die Jünger waren über diese Aussage schockiert und fragten sich wer dann überhaupt noch gerettet werden könne. 
Die Jubelpaare, die 25, 40, 50 oder 60 Jahre verheiratet seien, können sicher eine Aussage treffen worin der Himmel bestehe, der Ehehimmel. Es gibt auch bei den Eheleuten immer wieder ein auf und ab, gute und böse Tage wechseln sich ab. Es ist nicht immer der Himmel, aber die Jubelpaare legen an diesem Tag vor der Gemeinde und öffentlich Zeugnis darüber ab, dass der Himmel stärker sei, dass Gott der Mächtige und der Dritte in ihrem Bund sei. Die Jubelpaare seien ein Beweis dafür, dass ein Zusammenleben in Treue und Beständigkeit dennoch möglich sei auch unter Schwierigkeiten und in Bedrängnissen. Von Papst Franziskus stamme diesbezüglich die Aussage, dass in einer Ehe auch einmal die Teller fliegen. Aber der Papst gibt den Eheleuten auch Ratschläge zur Hand, wie ein Zusammenleben gelingen könne. Sie sollen sich Danke sagen, bei Entscheidungen den Partner fragen ob man das tun dürfe, auch  um Entschuldigung und um Verzeihung bitten, wenn man zu weit gegangen ist. Denn Vergebung gehöre bei den Christen zum Wesentlichen des Glaubens. Danken auch für alle Selbstverständlichkeiten die man sich einander schenkt. Alles selbstverständlich füreinander sorgen, dass Frühstück, Mittag- und Abendessen gerichtet sind, dass Holz für den Winter im Schuppen ist, dass die Mülltonne draußen steht oder der Rasen gemäht ist. Mit dem Dank auch für Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten soll zum Ausdruck gebracht werden wie sehr wir das schätzen. Die Ehe sei ein Übungsfeld für das Reich Gottes um dessen Kommen wir immer im Vater Unser beten. Gott herrsche aber nicht so wie manche Machthaber auf der Erde, die ihre Macht missbrauchen und die Menschen unterdrücken. Gott ist ganz anders, er kennt nicht das Drohen mit Gewalt, oder das Angst einflößen um etwas zu erreichen. Wenn jemand uns böse kommt, etwas erzwingen will, gewalttätig und brutal gegen uns ist, dann reagieren wir sofort auch böse, denn diese Reaktion sitze tief in den Menschen drin. Schon jedes kleine Kind möchte von Geburt an liebevoll und aufmerksam behandelt werden. Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Rücksicht ersehnen wir uns für unser Leben. Jeder Mensch, egal welcher Religion, wünsche sich instinktiv Rücksicht, Geborgenheit und Anerkennung. Jeder freue sich über die Aufmerksamkeit des Anderen. Als Jubelpaare haben diese immer wieder geübt für das Reich Gottes. Wir können das Leben und das Reich Gottes nicht an uns reißen und es für uns allein behalten.  Eingehend auf das Evangelium sagte Pfarrer Tauer, dass die gerettet werden können, die sich einen bleibenden Schatz im Himmel erworben haben. Für Menschen sei dies unmöglich aber für Gott ist alles möglich. Gott ist immer die geöffnete Tür, er ist der Allmächtige. Danach stellte Pfarrer Tauer die Jubelpaare namentlich vor:  Seit 25 Jahren verheiratet sind Christa und Max Ring aus Liebenstein, Martina und Joseph Sterr von Götzlhof, Tanja und Michael Pongratz von Auberg und Manuela und Thomas Hofner aus Rimbach.  Seit 40 Jahren verheiratet sind Sigrid und Michael Engel aus Thenried, Karin und Johann Mischok von Auberg, Christa und Josef Irlbeck aus Rimbach, Christa und Franz Wanninger aus Ramsried und Anita und Emil Hausladen aus Thenried.
Das goldene Ehejubiläum für 50 Jahre konnten feiern Annelies und Konrad Berzl aus Thenried, Marianne und Heinz Niedermayer aus Rimbach und Maria und Karl Wurm von Wöhrmühle. Seit 60 Jahren verheiratet sind Hilde und Johann Rosenhammer aus Ramsried, sowie Maria und Adolf Wanninger auch aus Ramsried.
Aus der Expositur Zenching konnten das 50jährige Ehejubiläum Rita und Johann Brandl aus Niesassen und Christa und Ewald Steger aus Zenching feiern. Aus der Expositur sind seit 40 Jahren verheiratet Erna und Michael Brandl aus Zettisch und Silvia und Ludwig Mühlbauer aus Perlesried.
So wie bei ihrer Trauung reichten sich die Jubelpaare dann die Hände und Pfarrer Tauer spendete den Jubiläumssegen. Zum Ende des Gottesdienstes überreichten Pfarrer Tauer und die Pfarrgemeinderatssprecherin Gerlinde Rackl ein Buchgeschenk und eine Rose an die Jubelpaare.
Nach dem Gottesdienst waren die Jubelpaare zu gemütlichen Beisammensein und zur Hochzeitssuppe ins Pfarrheim eingeladen.
 
 
 
Bericht vom 17.10.2018

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