Frauenbundausflug führte ins Kloster Schäftlarn


Schattiger Biergarten und Schifffahrt auf dem Starnberger See machten Hitze erträglich -

 
 
Einen sehr schönen Tag erlebten die Mitreisenden, die sich zum diesjährigen Ausflug des Katholischen Frauenbundes Rimbach angemeldet hatten und sich selbst von der zu erwartenden Hitze in der vorigen Woche nicht abschrecken ließen. So startete die Reisegruppe am frühen Morgen in Richtung Oberbayern, denn das Ziel war das Kloster Schäftlarn und der Starnberger See.
Unterwegs wurde noch eine Kaffeepause eingelegt, bei der die mitgebrachten Kuchen bestens  schmeckten und so manches Kuchenrezept weitergegeben wurde.
Im gut klimatisierten Bus war von der Wärme die schon am Vormittag aufkam nicht viel zu spüren und so kam man gut gelaunt in Schäftlarn an, wo die Frauen aus Rimbach bereits von der Führerin für die Kirchen- und Klosterführung erwartet wurden. Das Kloster Schäftlarn, so hörten die Frauen bei der Führung, gehört zu den bayerischen Urklöstern und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Es wurde bereits im Jahre 762 als Benediktinerkloster gegründet, ging dann aber in den Wirren der Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert unter. Bischof Otto von Freising erneuerte das Kloster 1140 und übergab es dem Prämonstratenserorden, der es bis zu Säkularisation 1803 führte.  In dieser Zeit entstand der Klosterneubau und die großartige Rokokokirche. Am Bau der Kirche waren bedeutende Künstler dieser Zeit beteiligt.
Nach der Säkularisation erfolgte die  Wiederbelebung als Benediktinerkloster 1866 durch König Ludwig I., dessen Auftrag es war, dass die Ordenmitglieder sich der Seelsorge wie der Erziehung und Bildung der Jugend widmen sollen. Dieser Aufgabe fühlen sich Kloster und Gymnasium bis heute verpflichtet. Liturgie, Pflege der Kulturgüter und der Natur sind ein wesentliches Anliegen der Schäftlarner Mönche. Die Klosterkirche wurde in den Jahren 2005 bis 2010 umfassend renoviert und erstrahlt in neuem Glanz, von dem die Rimbacher Frauen sehr beeindruckt zeigten. Eine besondere Augenweide war dann auch der Prälatengarten, der von den Gebäuden aus der Barockzeit umgeben ist und ein Ort der Ruhe und Besinnung sein soll. Im Zentrum des Gartens ist der Brunnen mit seiner Fontäne Blickfang. Vom Brunnen aus führen vier Hauptwege in die vier Himmelsrichtungen, durch Blumenbeete mit über 80 Rosensorten neben Lavendel, Buchs, Stauden und Sommerblumen. Der Prälatengarten wurde 1998 vom Verein „Schönes Schäftlarn“ neu angelegt und wird von den Mitgliedern gepflegt. Nach dem Besuch des Klosters und des Prälatengartens führte ein kurzer Fußweg zu einem Gasthaus am Isarkanal, wo im schattigen Biergarten unter alten Kastanien Mittagspause war. Nach einer sehr schmackhaften Stärkung ging es mit dem Bus weiter nach Possenhofen, wo vom Bus ins Schiff umgestiegen wurde. Auf dem überdachten Oberdeck des Schiffes fanden die Frauen wieder einen schönen Platz und genossen die Schiffahrt und die angenehme leichte Brise. In Aumbach wurde die Gruppe bereits wieder vom Bus erwartet und von dort ging es dann bereits wieder in Richtung Heimat. Allerdings wurde noch eine Pause zum Abendessen in Wolferszell eingelegt, bevor dann mit der Ankunft in Rimbach ein schöner und erlebnisreicher Tag zu Ende ging.
 
Bericht vom 15.07.2015

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