Frauenärztin Dr. Marion J. Bornhaupt referierte beim Frauenbund


Ursachen, Diagnosen und Therapie aufgezeigt / Beschwerden im Intimbereich sind weit verbreitet

 
 
Gut besucht war in der vergangenen Woche ein Vortragsabend zu dem der Frauenbund Rimbach eingeladen hatte, bei dem es um Beschwerden im Intimbereich ging. Als Referentin war dazu Dr. med. Marion J. Bornhaupt gekommen, die von Verena Hackl begrüßt wurde. Im Laufe ihrer Ausführungen erörterte die Referentin die verschiedenen Ursachen von Jucken, Brennen, Rötung und Reizung, die sehr vielfältig sein können. Weiter ging die Frauenärztin dann auf die Diagnosen und die Therapien ein, um die Beschwerden zu lindern, bzw. zu heilen.
   Jucken und Brennen im weiblichen Intimbereich war das Thema eines Vortragsabends im Pfarrheim in Rimbach, zu dem der Frauenbund eingeladen hatte und der großes Interesse fand. Neben den zahlreich anwesenden Frauen konnte Verena Hackl besonders die Referentin Dr. med. Marion J. Bornhaupt begrüßen.
Fast jede Frau, ob jünger oder älter sei von diesen Beschwerden einmal oder immer wieder betroffen. Rötung, Reizung, Jucken und Brennen im Intimbereich können dabei vielfältige Ursachen haben. Und viele Frauen haben damit ständig zu tun. Peinliches Verschweigen sei bei diesem Thema fehl am Platz, so die Referentin, denn es sei wesentlich besser sich zu informieren und auch „intime“ Fragen offen auszusprechen, weil dann einiges getan werden könne, um den Beschwerden vorzubeugen bzw.  sie zu lindern. Infektionen der Scheide und andere Beschwerden im Intimbereich können dabei vielerlei Ursachen haben.  Obwohl die verschiedenen Zonen des Imtimbereiches eine Einheit bilden und normalerweise über ein ausgewogenes natürliches Schutz- und Selbstreinigungssystem verfügen können durch fremde Keime (Pilze, Bakterien) Irritationen  dieses Schutzsystems auftreten. Milchsäurebakterien bilden die natürliche Scheidenflora und schaffen ein optimales saures Milieu und sorgen dafür, dass krankmachende Bakterien sich nicht wohl fühlen und sich nur schlecht vermehren können.
Allerdings können vielerlei Einflüsse das natürliche Gleichgewicht stören und wenn diese zu stark werden, kann es zu Infektionen der Scheide kommen. Ursachen von Sörungen können 
Antibiotika-Einnahme, Hormonschwankungen, Abwehrschwäche, Scheidenspülungen, aber auch alkalische Körperflüssigkeiten, Blut, Sperma, Fruchtwasser und Wochenfluss sein. 
Treten Beschwerden auf, sollte der Frauenarzt/ärztin aufgesucht werden. Vor allem, wenn diese Beschwerden im Intimbereich zum ersten Mal auftreten, bei verstärktem Ausfluss, wenn zusätzlich Bauchschmerzen und Fieber auftreten. Bei Brennen, Juckreiz oder Rötung im äußeren Intimbereich, bei Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen oder bei Blutspuren am Toilettenpapier nach dem Stuhlgang. Erst bei einer sicheren Diagnose könne der Frauenarzt/ärztin  die entsprechende Therapie einleiten, da es ein Allheilmittel gegen die vielfältigen möglichen Ursachen nicht gibt. 
Nach ihren Ausführungen stellte sich die Referntin noch den Fragen der Zuhörerinnen, bevor Verena Hackl der Referentin  namens der Zuhörerinnen mit einem kleinen Präsent für den interessanten Vortrag dankte.
 
 
Bericht vom 13.10.2016
 

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