Zweite Kapellenfahrt des Frauenbundes führte in den Hohenbogenwinkel


Bei fünf Kapellen wurde Station gemacht, gebetet und gesungen - Über 30 Teilnehmer waren dabei

 
 
Nachdem die erste Kapellenfahrt des Frauenbundes Rimbach im vergangenen Jahr so gut angekommen war, griff die Vorstandschaft das Thema erneut auf und nahm auch heuer eine ähnliche Fahrt ins Programm auf. Im letzten Jahr wurden Kapellen im Chamb- und Regental besucht und heuer wurden Kapellen im Hohenbogenwinkel für die Rundfahrt ausgewählt. So starteten am vergangenen Freitag weit über 30 Mitglieder und weitere Interessierte zur zweiten  Kapellenfahrt. Erste Station der Fahrt war die Klausenkapelle bei Stachesried, wo die Rimbacher bereits von Cäcilia Breu und der Mesnerin erwartet wurden, die ihnen zunächst einige Informationen über die Kapelle und deren Geschichte gaben. Die Kapelle, in der der Dorfpatron der hl. Florian besonders verehrt wird, wurde in den vergangenen Jahren umfassend renoviert und im Mai diesen Jahres wurde durch Diözesanbischof  Voderholzer der neue Volksaltar und das Ambo geweiht. Unter anderem wurde auch erwähnt, dass 1981 die Kapelle von Räubern geplündert wurde und Gemälde, Puttenköpfe und mehrere Figuren, Altarkreuze und ein Kelch mit Etui  entwendet wurden. Der Kirchenraub wurde nie aufgeklärt. Nachdem ein Gesätzchen des Rosenkranzes gebetet und ein Lied gesunden worden war, wurde die Fahrt fortgestzt. Die zweite Station war dann die Privatkapelle der Familie Breu im Birkenwäldchen Kriegerbühl, die 1989 aus Granitsteinen errichtet und auf das Patronat „Heiliges Kreuz“geweiht wurde. Die Kapelle wurde anstelle eines Bildstocks errichtet, den es schon um 1898 gegeben hatte und  der im Laufe  der Zeit zur Kapelle ausgebaut und mehrmals erneuert wurde. Die Kapelle, so erzählte das Ehepaar Breu, werde das Jahr über von der Familie betreut und gerne besucht und auch von Wanderer kehren gern zur stillen Rast ein. Auch hier wurde ein Gesätz des Rosenkranzes gebetet und eine Lied angestimmt, bevor es weiterging zur nächsten Kapelle. 
In Seugenhof wurde dann die Kapelle aufgesucht, die dem hl. Vitus und seiner Amme, der hl. Crescentia geweiht ist. Der hl. Vitus, der als „der Lebensstarke“ gilt, gilt als der jüngste unter den Heiligen und Nothelfern. Der hl. Vitus, so die Überlieferung, soll in einem Kessel mit siedendem Öl getötet worden sein. Auch der Veitsdom in Prag wurde ihm zu Ehren im 10. Jahrhundert gebaut. Der hl. Vitus ist einer der 14 Nothelfer. Seine Gebeine kamen im Jahr 836 nach Corvey an der Weser.
Nach Gebet und Gesang ging es weiter zur vierten Kapelle nahe der Grenze zur Tschechischen Republik. Diese steht am Ostbayerischen Jakobsweg, wurde durch den Schützenverein Seugenhof errichtet und wurde 2010 dem Patronat des Apostel Jakobus geweiht.  Das Dach aus Kupfer ähnelt einer Jakobsmuschel. In der Kapelle steht eine Granitfigur des hl. Jakobus. Außerdem liegt dort ein Pilgerbuch auf, in dem sich jeder Pilger eintragen kann und auch ein Pilgerstempel ist vorhanden. Die Kapelle am Jakobsweg wird auch als „Tankstelle“  für Menschen auf der Suche nach sich selbst bezeichnet.
Den Abschluss der informativen Fahrt bildete dann die Schlosskapelle der Familie Leonhard in Stachesried mit der großen Figur des hl. Johannes Nepomuk. Die Kapelle ist diesem Heiligen auch geweiht. Außerdem werden dort auch die sogenannten Stangenheiligen und die Trage mit dem hl. Sebastian aufbewahrt. Nach einem Gelübte aus der Pestzeit im 16. Jahrhundert tragen alljährlich Jugendliche des Dorfes in der Sebastiansprozession diese Stangenheiligen und die Trage mit dem hl. Sebastian in die Wallfahrtskirche nach Neukirchen b. hl. Blut. Auch hier wurde noch ein Gesätz des Rosenkranzes gebetet und ein Lied angestimmt, bevor dann zum Abschluß in der Schlossgaststätte noch eine Kaffee- und Brotzeitpause eingelegt wurde. Mit vielen Informationen und beeindruckenden Informationen wurde dann die Rückfahrt nach Rimbach angetreten.
 
 
Bericht vom 26.10.2016
 

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