Dienst der Ministranten ist Nachfolge Christi


Lena Maurer als neue Ministrantin aufgenommen - Sieben Ministranten wurden verabschiedet

 
 
Mit dem letzten Sonntag im Kirchenjahr ging für sieben Ministranten der Pfarrei St. Michael  Rimbach auch die Dienstzeit als Ministrant zu Ende. Pfarrer Dr. Johann Tauer dankte ihnen für ihren Dienst in der Pfarrgemeinde und rief zugleich dazu auf, dass sie auch nach ihrer aktiven Zeit als Ministranten der Pfarrei verbunden bleiben und sich einbringen in das Gemeindeleben. Nach den Verabschiedungen konnte Pfarrer Tauer auch eine neue Ministrantin in die Schar der Minis aufnehmen und überreichte Ausweis und Plakette.
   Es war schon ein beeindruckendes Bild, als Pfarrer Dr. Johann Tauer am vergangenen Sonntag, an dem die Kirche das Christkönigsfest feierte, mit allen Ministranten zum Gottesdienst in die Pfarrkirche einzog. Nur an den hohen Festtagen im Kirchenjahr ist dies der Fall, so eben auch zum Ende des Kirchenjahres. Es gab aber auch noch einen anderen Grund dafür, dass alle Ministranten anwesend waren, stand doch auch die Verabschiedung von ausscheidenden Ministranten und eine Neuaufnahme an. Der Ministrantendienst habe direkt mit dem Königtum Christi zu tun, denn er bedeutet Nachfolge Christi, der in die Welt gekommen war um zu dienen, so Pfarrer Tauer zu Beginn des Gottesdienstes. Als im September Thomas Bauer aus Zenching zum Diakon geweiht wurde, haben viele diese Feier im Dom zu Regensburg miterlebt. Die Bezeichnung Diakon sei das griechische Wort für Diener  und in der lateinischen Sprache heißt es Ministrare, also sind Ministranten auch Diener in der Nachfolge Jesu, und dienen Christus unserem Herrn und König des Weltalls.
   Auch in der Predigt ging Pfarrer Tauer dann weiter auf den Begriff des Dienens ein. Die Frage: „Quis ut Deus“ wie sie in lateinischer Sprache auf dem Hochaltar der Pfarrkirche zu sehen ist bedeutet „Wer ist wie Gott“ und auf hebräisch lautet diese Frage Michael und ist der Name des Pfarrpatrons, der gegen die Engel, die sich mit Gewalt und Brutalität gegen Gott aufgelehnt hatten, kämpfte. Gegen Gott richtet sich alles, was gegen die Liebe spricht. In dieser Frage entscheidet sich, wer zum Königtum Christi gehört oder nicht. Die Mittel des Königtum Christi sind alles andere als Gewalttätigkeit und Brutalität. Alles das was jeder instinktiv ablehnt, weil er so nicht behandelt werden will, kommt vom Bösen. Alles was er gerne annimmt, so wie er behandelt werden will, wie der andere mit ihm umgeht, das trage jeder von uns im Herzen und ist uns eingeboren. Jesus selber sagte: „Wer der Erste sein will soll der Letzte und Diener von allen sein“. Er ist gekommen um ein neues Herrschen zu proklamieren, in dem Liebe, Rücksicht, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit gelten, damit Gemeinschaft entsteht in der sich jeder wohlfühlt und Freude hat am Leben. Das ist der Kern und Sinn der Sendung Jesu und darin sollen wir ihn nachahmen. Die Ministranten seien Diener und im Hinblick auf die zu Verabschiedenden, sprach er die Bitte aus, dass die Kirche dadurch nicht ärmer werden soll, sondern dass sie auch weiterhin zu den Sonntagsmessen kommen und in der Pfarrei mitmachen. Als Ministranten sollen sie also auch Vorbilder sein. 
Nachdem Pfarrer Tauer kleine Schutzengelfiguren gesegnet hatte überreichte er diese, zusammen mit Urkunden und einem Gutschein an die sieben ausscheidenden Ministranten: Viktoria Brandl, Oberministrantin, (7 Jahre), Lukas Mühlbauer (7 Jahre), Raphael Niedermayer (8 Jahre), Alexandra Peters (6 Jahre), Benedikt Schmidt (7 Jahre), Andreas Vogl (7 Jahre) und Kevin Weidner (7 Jahre).
Neu aufgenommen in die Schar der Ministranten wurde Lena Maurer. Pfarrer Tauer überreichte ihr den Ministrantenausweis und die Ministrantenplakette, die zuvor gesegnet worden war. Lena Maurer erklärte sich von den fünf Erstkommunionkindern dieses Jahres bereit, als Ministrantin Dienst zu tun und wurde von Pfarrer Tauer mit großer Freude aufgenommen.
 
 
Bericht vom 28.11.2018
 

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