Kommunionkinder bekamen ihre weißen Kleider


Am Gründonnerstag feierte die Pfarrgemeinde das letzte Abendmahl

Es sei eigentlich ein ganz einfaches Zeichen und drückt doch so viel aus, das Feiern eines gemeinsamen Mahles. Dies wurde bei der Gründonnerstagsliturgie deutlich, zu der sich die Gläubigen am Abend in der Pfarrkirche St. Michael zusammen gefunden hatten. In die Feier eingebunden waren besonders auch die Kommunionkinder und Firmlinge, die Schuldbekenntnis und Fürbitten vortrugen. Gerade für die Erstkommunionkinder sei es ein besonderes Zeichen, da sie sich jetzt intensiv auf ihre erste hl. Kommunion vorbereiten, das heißt zur Teilnahme an der Mahlgemeinschaft mit Christus.
  Aus der heiligen Schrift wissen wir, so Pfarrer Seidl in seiner Predigt, dass Jesus oft mit Menschen gemeinsam Mahl gehalten habe.  So z.B. im Hause des Zöllners Levi, bei seinem Freund Petrus, bei der Hochzeit zu Kanaa oder auch beim Zöllner Zachäus. Gerade die Tatsache, dass er mit Menschen Mahl feierte, die in der Bevölkerung nicht so geachtet waren, zeigt uns,  dass ihm das etwas besonderes bedeutet hat. Es zeigt nämlich dass Gott nicht darauf schaut ob jemand eine große Karriere gemacht hat oder nur ein einfacher Arbeiter ist, Gott sieht auf das Herz der Menschen. Einmal war es dann auch das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern hielt. Es war das jüdische Pascha-Mahl, das er jedes Jahr feierte, da es die Juden an die Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft erinnert. Jesus ahnte schon, was ihm danach bevor stand, nämlich die ungerechte Verurteilung und ein qualvoller Tod. Dieser Abend war es dann aber auch, da er den Aposteln den Auftrag gab, sich bei der Mahlfeier mit Brot und Wein, das zu seinem Fleisch und Blut wird, seiner zu erinnern.  Dieses Zeichen des gemeinsamen Mahles verbindet die Christen seit diesem letzten Abendmahl. Während bei den Gottesdiensten normal nur die eine Form, nämlich das Brot gereicht wird, sei der Gründonnerstag eine besondere Gelegenheit, die Kommunuion in beiden Gestalten zu empfangen. Dies wurde dann auch vollzogen, indem die Hostie in den Kelch mit Wein getaucht werden konnte.
Dass die Kinder aus der dritten Klasse bald auch zu dieser Mahlgemeinschaft gehören werden, wurde dadurch deutlich, dass ihnen Pfarrer Seidl zum Ende des Gottesdienstes die weißen Kommunionkleider überreichte, die sie dann am Tag ihrer Erstkommunion tragen werden. Das weiße Kleid, so erklärte Pfarrer Seidl, erinnere auch an das weiße Taufkleid oder auch an die weiße Albe die der Priester bei den Gottesdiensten trägt.



Bericht vom 25.03.2008







 

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