Sodalen trafen sich zum Konvent mit Zentralpräses Schwemmer


Bei Gottesdienst und Konvent das Jahresthema behandelt / Konrad Berzl für 60jährige Mitgliedschaft geehrt

 
 
Die Sodalen der Marianischen Männerkongregation waren am zweiten Advent besonders zur Mitfeier des Gottesdienstes und anschließend zum Konvent mit dem Zentralpräses Pater Josef Schwemmer eingeladen. Sowohl bei der Predigt als auch beim Konvent sprach Pater Schwemmer die Bedeutung von Gottesdienst, Gebet und der Marienverehrung an, die er als Kraftquelle für den Glauben bezeichnete. Beim Konvent wurde Konrad Berzl für 60jährige Mitgliedschaft geehrt.
  Der Sonntagsgottesdienst zum zweiten Advent wurde durch Pfarrer Karl-Heinz Seidl und Pater Josef Schwemmer in Konzelebration gefeiert. Grund dafür war der diesjährige Konvent der Marianischen Männerkongregation. Pfarrer Seidl begrüßte den Mitkonzelebranten aus dem Redemptoristenkloster in Cham, der wiederum besonders die Sodalen der Männerkongregation und alle Gottesdienstbesucher begrüßte. In der Predigt ging der Zentralpräses auf die biblischen Texte über den Vorläufer Jesu, Johannes den Täufer ein und was diese Aussagen uns mitgeben wolle für den Advent. Johannes der einfache und schlichte Mann der in der Wüste lebte und sich von Heuschrecken ernährte rief die Menschen auf sich zu bekehren und dem Herrn den Weg zu bereiten. 
Für die Menschen unserer Zeit gelte diese Aufforderung des Johannes ebenso wie damals. Der Advent sei die Zeit der Vorbereitung auf das Kommen des Herrn und diese soll genutzt werden sich zu besinnen und eigene Schuld einzugestehen. Nicht eingestandene Schuld, so der Prediger, mach krank, sowohl den Einzelnen als auch die Gesellschaft. Papst Johannes Paul II. habe deshalb die Belebung der persönlichen Beichte gefordert, da nur wenige bereit seien, eigene Schuld einzugestehen. Mit dem persönlichen Gebet sollen wir auf Gott zugehen und uns Zeit nehmen dass er in uns etwas aufgehen lassen kann, so wie er es uns verheißen habe, dass er uns führt wie der Hirt seine Herde. Gott kommt an Weihnachten zu uns und wir müssen zulassen dass er etwas an uns leistet. 
  Nach dem Gottesdienst fand im Gasthaus Zum Duife der Konvent statt, zu dem nicht nur die Sodalen aus Rimbach sondern auch einige aus der Expositur Zenching gekommen waren. Obmann Konrad Berzl begrüßte die Anwesenden und besonders Zentralpräses Josef Schwemmer und Pfarrer Karl-Heinz Seidl, bevor er dem Pater das Wort übergab. Dieser stellte fest, dass der letzte Konvent bereits zweieinhalb Jahre zurückliege und verlas dann die Namen der zwischenzeitlich verstorbenen  Sodalen, für die ein Gebet gesprochen wurde. Anschließend konnte Pater Schwemmer Ehrungen für 60jährige Mitgliedschaft vornehmen. Von den zu ehrenden war leider nur einer, nämlich der Obmann Konrad Berzl anwesend. Den beiden Sodalen Josef Heinrichmeyer  und Alois Eisenreich wird die Ehrung nachgereicht.
Nachdem im vergangenen Jahr kein Konvent in Rimbach stattfand ging Pater Schwemmer zunächst auf das Jahresthema von 2016 ein, dem das  von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr der Barmherzigkeit“ zugrunde lag. Das letzte Jahrhundert, so Schwemmer, war durch die beiden Weltkriege ein Jahrhundert der Unbarmherzigkeit und Kriege verrohen die Menschen. In seinen Ausführungen erinnerte er auch an Schwester Faustina und Papst Johannes Paul II. auf deren Initative der Sonntag nach Ostern als Welttag der Barmherzigkeit ausgerufen wurde. Gerade auch der derzeitige Papst Franziskus weise in seinen Worten immer wieder auf die Barmherzigkeit Gottes hin. Als 17jähriger habe Bergoglio, der heutige Papst, gebeichtet und sagte danach dass er sich erwartet gefühlt habe. So bedeutete dieser Tag für ihn eine Lebenswende hin zu seiner Berufung. Diese ganz persönliche Barmherzigkeitserfahrung des Papstes hilft das Jubeljahr der Barmherzigkeit 2016 ganz neu einzuordnen, denn Papst Franziskus ließ nicht nur die vier heiligen Pforten in Rom, im Vatikan, im Lateran, St. Paul vor den Mauern und Maria Maggiore öffnen, sondern weltweit in vielen ausgewählten Kirchen, so auch in Cham in der Klosterkirche Maria Hilf. Selbst Türen zu Krankenzimmern oder gar Zellentüren in Gefängnissen konnten als Heilige Pforten bezeichnet werden. Barmherzigkeit, das Grundanliegen von Papst Franziskus ist aber mit dem Abschluss des Jubeljahres nicht zu Ende, denn Barmherzigkeit gelte es umzusetzen weil es ja eigentlich nichts anderes ist als das Hauptgebot sei „Du sollst Gott und deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, so die Meinung des Papstes.
  Als die Kraftquelle unseres Glaubens bezeichnete Pater Schwemmer die Heilige Messe, das Gebet und die Hinwendung an die Gottesmutter.  Daher wurde dieses Thema auch  als Jahresthema für 2017 gewählt. Dieses Jahr habe besondere Ereignisse mit sich gebracht. So wurde am 13. Mai das Jubiläum 100 Jahre Patron Bavaria begangen,  am 13. Mai jährte sich zum hundertsten Mal auch die Marienerscheinung in Fatima und an einem 13. Mai 1981 erfolgte auch der Anschlag auf  Papst Johannes Paul II. In Rom. Die Kugel die den Papst damals traf wurde in die Krone der Statue in Fatima eingearbeitet, berichtete der Zentralpräses weiter. In seinen  Ausführungen regte er zur regelmäßigen Mitfeier der Heiligen Messe an Sonntagen aber auch wenn es möglich sei während der Woche an. In den Messfeiern beten wir für Frieden und Einheit, wachsen hinein in das Geheimnis der Eucharistie, bekommen Orientierung durch das Wort Gottes, empfangen den Leib Christi und werden mit dem Segen gesendet. Im persönlichen Gebet nehme man sich Zeit für Gott um ihn in sich wirken zu lassen und das Gebet gibt auch Kraft und Mut Aufgaben anzupacken. In das Gebet sollen auch andere Menschen eingeschlossen werden. Weiter meinte Schwemmer, dass oft viel Zeit, z.B. durch Fernsehen vertan werde, die besser genutzt werden könnte. Im Blick auf die Gottesmutter lernen wir die rechte Sehweise, denn sie führt uns zu Jesus und weist uns auf ihn hin. In den Worten Marias: „Was er euch sagt das tut“ zeige sie den sicheren Weg in die Erneuerung und in die Tiefe, damit wir ein Leben in Fülle bekommen.
Bevor der Konvent mit dem „Engel des Herrn“ beschlossen wurde, wies Obmann Konrad Berzl noch auf Termine hin. So sind am 4. und 11. März 2018 wieder Einkehrtage für Sodalen in Cham und am 27. Mai wird das Hauptfest gefeiert. Auch rief Berzl die Sodalen auf, sich am Kreuzweg, Maiandacht, an den Beerdigungen sowie an den Betstunden am Gründonnerstag zu beteiligen.
 
 
Bericht vom 14.12.2017
 

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