Fermentieren, die traditionelle Konservierung
Um die Ernte des Sommers für den Winter verfügbar zu machen, werden die Lebensmittel haltbar gemacht durch Konservierung. Eine Methode der Haltbarmachung ist das Fermentieren. Diese haltbar gemachten Lebensmittel werden nicht erhitzt und stellen die Vitaminversorgung im Winter sicher. Der Frauenbund Rimbach konnte für einen Fermentier-Kurs die Hauswirtschaftsmeisterin Sylvia Mauermaier aus Wolnzach engagieren. So trafen sich am Mittwoch 27 interessierte Frauen im Pfarrheim, um unter ihrer Anleitung selber Gemüse haltbar zu machen. Jede Teilnehmerin erhielt ein Skript, in welchem umfassend die Methoden der Konservierung erklärt sind und worauf geachtet werden muss. Man unterscheidet die Trockensalz-Methode und die Lake-Methode. Beim Fermentieren entsteht Säure, die alle Bakterien abtötet, damit Kohl, Karotte, Gurke und Co. nicht verderben. Jede Teilnehmerin hatte große Schüsseln, Schneidebrett, Gemüsehobel, Messer und eine Küchenwaage mitgebracht. Weckgläser hat der Frauenbund im Vorfeld besorgt. Das Gemüse wie Weißkraut, Kohlrabi, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer hatte die Kursleiterin dabei und so konnte mit der Praxis begonnen werden. Das Gemüse wurde gehobelt und geraspelt und nach Gesamtgewicht wurde Salz zugegeben. Dann wurden noch Gewürze untergemischt. Nun musste alles so lange verknetet werden, bis sich am Boden der Schüssel Flüssigkeit bildete. Diese Masse wurde mit der Flüssigkeit in das Weckglas gefüllt und mit Weckgummi und Klammern luftdicht verschlossen. Bei der Lake-Methode wird das abgewogene Gemüse mundgerecht stückig geschnitten und ins Weckglas gefüllt. Mit kaltem Wasser wird bis kurz unter den Rand aufgefüllt. Die Salzmenge wird hier auf das Gesamtgewicht von Glas, Gemüse und Wasser berechnet und in einen Messbecher gegeben. Dann wird das Wasser aus dem Weckglas dazugegeben. Nun diese Flüssigkeit gut verrühren, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat und wieder zum Gemüse geben. Nach Zugabe von Gewürzen das Glas mit Gummi und Klammern luftdicht verschließen. Bei Zimmertemperatur eine Woche gären lassen. Danach kühl stellen und 2 bis 3 Wochen nachreifen lassen. Nach Abschluss des Kurses konnte jede Teilnehmerin ihre vollen Gläser mit nach Hause nehmen.
Bericht vom 16.09.2026
