Pfarrei feierte zum Jahreswechsel das Hochfest der Gottesmutter

Glaube und Vertrauen auf den liebenden Vater im Himmel auch im neuen Jahr

 
 
Groß war die Zahl der Gläubigen, die sich am Silvesternachmittag zur letzten heiligen Messe des Jahres 2019 in der Pfarrkirche versammelt hatten und von Pfarrer Dr. Johann Tauer dazu freudig begrüßt wurden. Dieser Gottesdienst am letzten Tag des Jahres sei zugleich auch der Vorabendgottesdienst zum Hochfest der Gottesmutter Maria, das die Kirche am 1. Januar, dem Oktavtag nach Weihnachten begeht, so Pfarrer Tauer. Und so werde der Blick auf Maria gerichtet, die eine der Hauptpersonen beim Geschehen von Bethlehem war. Sie hat nicht nur ein Kind geboren, sondern Jesus, der Mensch und Gott zugleich ist. Maria habe, so heißt es in der Weihnachtsgeschichte, die Worte der Hirten, die diese über das Kind in der Krippe sagten, bewahrt und in ihrem Herzen bewogen. 
Der Jahreswechsel sei ein weltumgreifendes Ereignis und werde meistens lautstark mit Böllern und Feuerwerk gefeiert, so Pfarrer Tauer, obwohl andere Länder oder Religionen eine andere Zeitrechnung kennen und deren Jahreswechsel auf ein anderes Datum falle. Auch das Kirchenjahr beginne ja mit dem ersten Advent. So stellte er auch die Frage in den Raum, ob bei all der Feierei noch Gelegenheit bestehe, sich zurückzuziehen um darüber nachzudenken was im vergangenen Jahr geschehen ist und für was man Gott danken sollte. Es gab wieder schöne und erfreuliche Ereignisse aber auch weniger schöne, ja oft auch tragische und traurige. Auch diese habe Gott zugelassen. Unser Glaube, dass Gott der liebende Vater sei und wir auf ihn vertrauen dürfen, soll in solchen Zeiten tragen, auch wenn unser Verstand schwere Ereignisse nicht nachvollziehen kann. So soll der Jahreswechsel auch Grund dafür sei, still zu werden und nachzudenken über unser Leben. Im Grunde ändere sich ja nur ein Datum, eine Jahreszahl und sagt uns unweigerlich, dass wir nicht jünger werden und die Zeit sich nicht umdreht. Nicht dieses Leben, sondern das ewige Leben bei Gott müsse unser Ziel sein. Auch der Brandner Kaspar, der mit dem Kartenspiel dem Tod ein Schnippchen schlagen wollte, musste letztendlich mit dem Boandlkramer die letzte Reise antreten und vor Gott hintreten. Dass jedem einmal diese Stunde schlägt und dass wir dann an das richtige Ziel, ewiges Leben bei Gott, kommen, das war der Wunsch von Pfarrer Tauer für den bevorstehenden Jahreswechsel.
In die Fürbitten waren dann auch Zahlen aus dem pfarrlichen Leben eingebunden. So wurde für die 14 Kinder, die im vergangenen Jahr das Sakrament der Taufe empfangen haben gebetet und ebenso für die 14 Kinder die erstmals die hl. Kommunion empfangen durften, wie auch für die Kinder, die demnächst mit der Vorbereitung auf ihre Erstkommunion beginnen. In das Gebet eingeschlossen wurden auch die gefirmten jungen Christen und die Firmlinge die sich auf ihre Firmung im Jahr 2020 vorbereiten. Gebetet wurde weiter für die drei Ehepaare die ihren Bund unter Gottes Segen stellten, aber auch für ältere Ehepaare, sowie Kranke und Alte die nicht mehr zu den Gottesdiensten kommen können.  In das Gebet mit einbezogen wurden aber auch die 11 Personen aus der Pfarrei, die im vergangenen Jahr der Kirche den Rücken zeigten und ausgetreten sind. Die letzte Fürbitte galt den 22 Menschen aus der Pfarrei, deren Lebensweg im Jahr 2019 zu Ende gegangen ist. 
Wie seit vielen Jahren hatte der Pfarrgemeinderat auch heuer wieder eine kleine Aufmerksamkeit für die Gottesdienstbesucher vorbereitet. Nach dem Schlusssegen und dem feierlichen Te Deum wünschten Mitglieder des Pfarrgemeinderates an den Ausgängen ein gesegnetes Neues Jahr und überreichten eine kleine Süßigkeit mit einem Segensspruch.
 
 
Bericht vom 04.01.2020
 

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