Christi Geburt ist trotz Corona eine Freudenbotschaft


Gläubige feierten die Weihnachtsgottesdienste mit Einschränkungen - Christmette schon am Abend

 
 
Auch wenn es heuer ein Weihnachtsfest war,  wie es wohl noch niemand vorher erlebt hatte, feierten die Gläubigen die Geburt Jesu in den Gottesdiensten, jedoch mit Einschränkungen. Trotz der außergewöhnlichen Situation sei die Botschaft, die die Engel den Hirten verkündeten auch in der Corona-Pandemie eine frohe Botschaft, wie Pfarrer Dr. Johann Tauer bei der Christmette und am ersten Weihnachtsfeiertag hervorhob.
  Weil auch in der Christnacht die Ausgangssperre galt, fand die Christmette bereits am Abend und nicht zu späterer Zeit statt und nur wer sich vorher angemeldet hatte, konnte in der Kirche mitfeiern. Eine Alternative war jedoch insofern geboten, dass die Gottesdienste im Internet per Livestream übertragen wurden. Es sei trotz diesen außergewöhnlichen Umständen der Corona-Zeit eine Freude, so Monsignore Dr. Johann Tauer, die Geburt Jesu feiern zu können. Das Geburtsfest Jesu ist trotzdem im Kern das selbe geblieben, wie seit 2020 Jahren, die wir seither die Zeit rechnen.  Das „Gloria in Excelsis Deo“, mit dem die Engel den Hirten die Geburt Jesu verkündeten, hat auch jetzt noch die besondere Bedeutung und gelte auch heute noch wie damals in Bethlehem. Während die Kantoren das Gloria-Lied sangen, - Volksgesang war ja nicht erlaubt -  brachten Ministranten das Jesuskind in die Kirche, das Pfarrer Tauer dann vor dem Altar in die Krippe legte. 
In dieser außergewöhnlichen Zeit der Pandemie, wie sie noch niemand von uns erlebt habe, so Pfarrer Tauer in seiner Predigt in der Christmette, kenne jeder Leute, die an Corona erkrankt sind, oder sogar welche die durch Corona gestorben sind. Wir befinden uns zum zweiten Mal im Lockdown und auch in der Christnacht bestehe die Ausgangssperre, was auch die frühe Feier der Christmette erforderlich mache. Dies alles sei sehr ernst und so habe er sich überlegt, was trotz allem zum Schmunzeln anregen könnte. Im Internet gebe es viele Beispiele, wie es wohl gewesen wäre wenn zur Geburt Jesu ein Lockdown gewesen wäre. So hätten Maria und Josef keine Herberge gefunden, weil im ganzen Land ein Beherbergungsverbot galt, für den Stall gab es kein Hygienekonzept und kein Desinfektionsmittel, die Hirten durften nur mit Maske und Abstand in den Stall und durften wegen der Aerosole nicht auf  der Flöte spielen und nicht singen. Als Geschenk durften sie dem Kind nur ein vorher desinfiziertes Schaffell bringen, das jedoch sehr willkommen war, weil es im Stall wegen des immer wieder geforderten Lüftens sehr kalt war. Die Heiligen Drei Könige hatten Probleme mit der Einreise weil sie vorher in Quarantäne mussten. Solche Beispiele die zum Schmunzeln anregen könnten, seien aber nichts gegen die echte Weihnachtsbotschaft die die Engel verkündet haben. Diese lautet: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren“. Deswegen feiern wir Weihnachten, sind wir in die Kirche gekommen, wurde die Krippe aufgebaut und wurden die Christbäume aufgestellt. Der Brauch der Christbäume sei ca. 500 Jahre alt, so Pfarrer Tauer weiter. Früher wurden Äpfel an die Christbäume gehängt, die an den Baum im Paradies erinnert haben mit dem der Sündenfall Adams und Evas durch die Schlange ausgelöst wurde. Durch die Geburt Jesu und seinen späteren Tod am Kreuz  kam Heil und Erlösung für die Menschen. Auch wenn in die Botschaft von Weihnachten und die Menschwerdung Christi schon das Kreuz herein scheint, sei dies Grund und Ziel unserer Erlösung. Die Freude über die Geburt Jesu soll trotz der aktuellen Einschränkungen stehen.
Zum Ende der Christmette dankte Pfarrer Tauer für die Mitfeier in der Kirche oder per Lifestream zu Hause am Bildschirm. In seinen Dank bezog er auch alle ein, die für die Platzreservierungen und die Einhaltung der Hygienemaßnahmen sorgten, die die Christbäume aufgestellt und geschmückt haben, den Ministranten und Mesnerinnen und den besonders auch den Kantoren, die nachdem kein Volksgesang erlaubt sei, die Lieder in den Herzen zum erklingen brachten. Wäre Christus tausend Mal in Bethlehem geboren worden, aber nicht in unseren Herzen, wäre er umsonst geboren worden, so Pfarrer Tauer, bevor er den Segen der Heiligen Nacht erteilte und die Kantoren das „Stille Nacht, Heilige Nacht“ sangen.
 
 
 
Bericht vom 29.12.2020
 

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