Bamberg und Teufelshöhle waren Ziele beim Frauenbundausflug


Mittelalterliche Stadt und Tropfsteinhöhle wurde zu schönen Erlebnissen

 
 
Ob die Vorstandschaft des Frauenbundes Rimbach von dem alten deutschen Volkslied „Wohlauf die Luft geht frisch und rein“  inspiriert wurde als das Ziel für den Jahresausflug gewählt wurde, bleibt dahingestellt. Auf alle Fälle aber traf der weitere Wortlaut des Liedes zu: „ wir woll´n  zur schönen Sommerzeit, ins Land der Franken fahren“.  Ziel des Jahresausflugs war am vergangenen Samstag die Stadt Bamberg und die Fränkische Schweiz, wo es in der Teufelshöhle in die Unterwelt ging.
   Nach dem frühen Start in Rimbach im fast vollen Bus mit Xaver Vogl am Steuer ging es zügig in nördliche Richtung, denn als erstes Ziel stand Bamberg, auch Venedig des Nordens genannt,  auf der Reiseroute. Nach einer Pause in der Oberpfälzer Alb, bei der man sich für die kommenden Aktivitäten gestärkt hatte, wurde die Reisegruppe in Bamberg bereits von einer Stadtführerin erwartet. Da an diesem Tag im Dom die Priesterweihe stattfand, ging es bei der Stadtführung zunächst entlang am Regnitzufer zur aus dem 17. Jahrhundert stammenden Fischersiedlung, wo noch viele Häuser aus dieser Zeit erhalten und auch bewohnt sind. Diesem Stadtteil hat die oberfränkischen Stadt auch den Namen „Venedig des Nordens“ zu verdanken. Weiter ging es in die Gärtnerstadt, deren Ursprung ebenfalls im 17. Jahrhundert liegt. Die weiten und freien Räume innerhalb der Stadt, wo die mittelalterlichen Strukturen noch sichtbar erhalten sind und wo auch heute noch Gemüse usw. angebaut wird, trugen wesentlich dazu bei, dass Bamberg als UNESCO- Weltkulturerbe ernannt wurde. Vom Rosengarten aus bot sich den Mitreisenden dann auch ein schöner Blick zur Michaelskirche und Teile der Altstadt. Die Stadtführung endete dann in der Nähe des Doms mit den Erklärungen der Stadtführerin zu dem wohl markantesten Bauwerk der Stadt. Der Dom, im Jahr 1012 fertiggestellt, mit seinen vier Türmen, gehört zu den deutschen Kaiserdomen und steht unter dem Patronat St. Peter und St. Georg. Im Dom ist eine der bekanntesten Statuen zu sehen, der „Bamberger Reiter“.  Nach dem Mittagessen nutzte ein Teil der Frauen noch die Gelegenheit zu einem kurzen Stadtbummel und zu einem Abstecher zum Dom, der dann zu besichtigen war. Dann ging es weiter in die fränkische Schweiz nach Pottenstein, zur Teufelshöhle, eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Bei den hochsommerlichen Temperaturen im Freien wurde die Temperatur von gerade 9 Grad in der Höhle zunächst als angenehm empfunden, doch mit zunehmender Dauer der Führung überkam einige dann doch ein leichtes Frösteln. Bei der Führung durch die Höhle sahen die Ausflügler nicht nur eine Vielzahl von Stalaktiten und Stalagmiten, also von Tropfsteinen, die sich in Jahrtausenden an den Decken und auf dem Boden der Höhle durch das einsickernde Wasser gebildet haben, zu sehen, sondern es mussten auch rund 400 Treppenstufen gegangen werden um die Höhenunterschiede zu überwinden. Was aber besonders auffiel war die überaus gute Luft mit  95 Prozent Luftfeuchtigkeit. Da diese auch sehr sauber und nahezu frei von Staub, Pollen und Schimmelpilzen ist, wird ein Teil der Höhle  auch zu Speläotherapie genutzt, also Erkrankungen der Atemwege durch Liegekuren behandelt. 
Nachdem die Reisegruppe wieder das Tageslicht erblickt und an der heißen Luft schnell wieder auf Normaltemperatur aufgeheizt war, ging es im klimatisch temperierten Starliner Richtung Heimat, wo man nur noch unterbrochen von einer Kaffee- und Brotzeitpause, gegen 20 Uhr wieder wohlbehalten und mit schönen Erlebnissen ankam.
 
 
 
Bericht vom 02.07.2019

zurück