Interessanter Fund


-Bild zeigt Kirche vor der Erweiterung-

Ein wunderschönes schwarz-weiß Bild wurde kürzlich gefunden. Das Bild zeigt die Ortschaft Zenching um das Jahr 1939, vielleicht auch noch früher. Auf dem oberen Bild sieht man das ganze Dorf. Deutlich zu erkennen ist die Kirche noch vor der Erweiterung im Jahr 1939 und das alte Schulhaus. Unten links erkennt man den Hochaltar. Rechts davon die Kanzel an einer anderen Stelle wo man die Kanzel heute findet. Auf dem rechten Bild sieht man Angehörige der heutigen Familie Rädlinger und das Gasthaus "Zum Wirt".

Die Geschichte der Expositur Zenching

St. Ägid als Kirchenpatron deutet darauf hin, daß dieses Patronat ehedem zu einer Schloßkapelle gehörte. Tatsächlich stand in Zenching seit Mitte des 11. Jahrhunderts eine Burg, die zunächst die Zenchinger, später die Chamerauer innehatten. Als 1448 der Nachlaß von Peter dem Chamerauer aufgeteilt wurde, fielen Schloß und Dorf Zenching dem Grafen Nothafft von Runding zu. Damit erlosch auch der Status Schloßkapelle für das kleine Kirchlein in Zenching. Es war von nun an zur einfachen Dorfkirche degradiert, behielt aber das Patrozinium bei.

Gründung der Expositur Zenching im Jahre 1876

Bevor ein Pfarrei oder Expositur gegründet wird, verlangt die bischöfliche Behörde, daß unter anderem auch die finanzielle Grundlage für die neue Seelsorgestation geregelt ist. Mit diesen Bestimmungen sahen sich auch die Zenchinger konfrontiert. Als Expositur versteht man eine Seelsorgestelle mit eigenem Geistlichen, der die Pfarrgeschäfte führt, ohne Pfarrer zu sein.

Das gelingen der Zenchinger Expositurstiftung ist in erster Linie dem unermüdlichen Eifer des Kirchenpflegers Johann Pfeiffer zuzuschreiben. Bestärkt in seinem Vorhaben wurde er durch den ehemaligen Rimbacher Kooperator und späteren Erzbischof Gregor von Scherr von München, der ihn mit Rat und Tat unterstützte.

Die Seesorger in der Expositur Zenching seit 1876

1876-1880 Rädlinger Josef
1880-1883 Monifelder Leopold
1883-1885 Schindler Josef
1885-1891 Benefiziat Franz von Rimbach (Expositur Zenching nicht besetzt)
1891-1892 Kooperator Breu (Expositur Zenching nicht besetzt)
1892-1896 Holzer Vinzenz
1896-1899 Mayer Fanz-Xaver
1899-1902 Wagner Anton
1902-1906 Stöger Michael
1906-1913 Salbeck Josef
1913-1917 Riederer Peter
1917-1923 Geiger Josef
1923-1931 Schreiner Josef
1931-1944 Augustin Johann
1944-1945 Thannhuber Peter vom Kloster Cham
1945-1952 Eckl Max
1952-1972 Lang Josef (mit ihm schließt die Reihe der selbstständigen Geistlichen in Zenching)

1972 - 2005 Haberl Willibald

seit 2005 Seidl Karl-Heinz

Die Expositur wird seither von Rimbach aus versorgt.