Kapellenbauverein hielt Rückblick auf das vergangene Jahr

Vorstand dankte für Zusammenarbeit und Unterstützung - Gedenken an die Verstorbenen

 
 
Der Rückblick auf das vergangene Jahr stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversamlung des Kapellenbauvereins Thenried am vergangenen Freitag. Der Vorsitzende Konrad Berzl verwies dabei auf einen normalen Jahresverlauf, erinnerte aber auch an einige Besonderheiten. Besonders erinnerte er auch an die sechs Verstorbenen aus der Dorfgemeinschaft, davon zwei aus der Vorstandschaft des Vereins. Vor allem galt dann auch sein Dank an alle für die Zusammenarbeit und Unterstützung.
   Nachdem der Vorsitzende des Kapellenbauvereins Konrad Berzl die anwesenden Vereinsmitglieder im Gasthaus Schierlitz willkommen geheißen hatte, galt in einer Schweigeminute und einem Gebet das Gedenken an die Verstorbenen aus der Dorfgemeinschaft. Es waren dies Franziska Ziolkowski, Anton Brandl, Elisabeth Anderle, Hans Berzl, Maria Altmann und Michael Hackl. Anton Brandl war Gründungsmitglied und gehörte der Vorstandschaft an und Michael Hackl war Kassier des Kapellenbauvereins. 
  Die Jahreshauptversammlung abzuhalten sei vorgeschrieben, so Konrad Berzl, der seinen Bericht dann mit Dankesworten begann. Diese galten für die gute Zusammenarbeit im Verein und besonders der Vorstandschaft, denn es war immer jemand da, wenn es Arbeiten zu erledigen galt. Einen besonderen Dank richtete er an Pfarrer Karl-Heinz Seidl, der bis zu seinem Wechsel nach Furth im Wald regelmäßig Gottesdienste in Thenried hielt. Weiter dankte Berzl der Mesnerin Marianne Emberger sowie Gerlinde Rackl für die Reinigung der Kapelle aber auch allen, die regelmäßig zu den Gottesdiensten und Andachten kamen.
  Im Laufe des Jahres haben sich wieder viele in das Vereinsleben und damit in die Kirche eingebracht. So erwähnte Berzl die Kommunion- und Firmkinder mit ihren Eltern, die das Vorbeten bei Maiandachten und Rosenkranzandachten übernahmen. Wie schon seit vielen Jahren wurde vor Ostern auch der Dorfbrunnen aufwendig geschmückt, sodass er wieder ein Blickfang in der Dorfmitte war. Jedes Jahr, so der Vorsitzende, lassen sich Anneliese Berzl, Marianne Emberger und Gerlinde Rackl etwas neues einfallen um den Brunnen zu schmücken. Auch Christa Brandl dankte er, die immer das Material zum Binden der Girlanden bereitstellt. Als sehr gelungen bezeichnete er auch wieder das Kirchweihfest, das heuer praktisch mit drei besonderen Anlässen verbunden war. Zum einen war es das Kirchenpatrozinium, und weiter 25jährige Jubiläum der Kapellenweihe und außerdem wurde Pfarrer Karl-Heinz Seidl verabschiedet, dem als besonderer Dank eine schön bebilderte Bibel überreicht wurde. Das Kirchweihfest wurde wieder zusammen mit dem Sportverein und der Feuerwehr veranstaltet, was sich bewährt habe. Hier galt sein Dank besonders Andrea Altmann vom Sportverein und Michael Traurig von der Feuerwehr. Konrad Berzl sprach sich dafür aus, dies auch in Zukunft so beizubehalten. Im Laufe des Jahres ließ der Verein den Kelch und die Hostienschale reinigen, so Berzl weiter. Dabei wurde festgestellt, dass der Goldbelag des Kelches sehr angegriffen sei. Eine Erneuerung wäre sehr aufwendig und nicht wirtschaftlich, sodass man sich Gedanken über eine Neuanschaffung machen sollte. Der Kapellenbauverein hat sich auch im vergangenen Jahr wieder um das Umfeld der Kapelle und den Dorfplatz gekümmert, besonders auch Walter Kiefl und seine Partnerin, die sich um die Gedenkanlage für die Verstorbenen der Dorfgemeinschaft annehmen und Alfred Emberger, der sich um das Anbringen der Namensschilder kümmert.
Als ein ganz besonderes Anliegen bezeichnete Konrad Berzl die Teilnahme am Allerseelenrosenkranz, der im November gebetet wird. Leider sei der Kreis der Mitbetenden immer sehr klein und er könne nicht verstehen, dass die Verstorbenen so schnell vergessen werden. Nachdem mit Anton Brandl und Michael Hackl zwei Mitglieder aus der Vorstandschaft verstorben sind war man zum Handeln gezwungen. Für den Kassier wurde mit Silke Engl-Mühlbauer ein Nachfolger gefunden. Ob für Anton Brandl als Beisitzer im kommenden Jahr bei den anstehenden Neuwahlen ein Nachfolger gewählt wird, muss noch entschieden werden. Auf alle Fälle, so kündigte Berzl an, werde er sich im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl aus Vorsitzender stellen.
An der Feier zur 25jährigen Wiedererlangung der Selbständigkeit der Gemeinde werde sich der Verein wohl nicht beteiligen, da nahezu alle Mitglieder ohnehin in anderen Vereinen gefordert seien. Der Kapellenbauverein sei seit seiner Gründung zu einem Stück des Dorfes geworden und dies solle auch in Zukunft so bleiben, so der abschließende Wunsch des Vorsitzenden.
  Einen ausführlichen Bericht zur finanziellen Situation des Vereins gab anschließend Silke 
Engl-Mühlbauer als sie Einnahmen und Ausgaben offen legte. In diesem Zusammenhang wies sie auch darauf hin, dass der Verein aktuell 64 Mitglieder zählt.
  Bürgermeister Ludwig Fischer sagte dem Kapellenbauverein in seinem Grußwort persönlich und auch namens der Gemeinde seinen Dank und seine Anerkennung für die Aktivitäten für die Kapelle und das Umfeld. Der Verein gehöre sowohl kirchlich als gesellschaftlich einfach zum Dorf und sei nicht mehr wegzudenken. Von Seiten der Gemeinde sicherte er dem Verein die Unterstützung zu. 
Konrad Berzl schloss die Versammlung mit dem Dank für alle Zusammenarbeit und dem Wunsch für eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr.