Eltern sorgen sich seit Jahrtausenden um ihre Kinder


Pfarrer Seidl führte als Beispiel die Eltern Johannes des Täufers an - Patrozinium bei der Johanneskapelle in Liebenstein

 
 
Etwas später als es im Kalender stand, denn der Johannistag war bereits am vergangenen Samstag, wurde am Mittwoch bei der Johanneskapelle in Liebenstein das Patrozinium gefeiert. Wie in den letzten Jahren hatten sich zum Gottesdienst wieder viele Gläubige eingefunden, die Pfarrer Karl-Heinz Seidl aus Rimbach begrüßte. Sein besonderer Gruß galt der Familie Fischer (Steffe Girgl) den Eigentümern der Kapelle, der er auch für den Unterhalt und die Pflege der Kapelle, die Johannes dem Täufer geweiht ist, dankte. Der Patroziniumsgottesdienst wurde durch den Spontanchor unter der Leitung von Sabine Mühlbauer gesanglich mitgestaltet.
  Beim Gottesdienst ging Pfarrer Seidl besonders auf Johannes, den Vorläufer Jesu und dessen Eltern, Elisabeth und Zacharias ein. Diese waren lange Zeit kinderlos und erst als sie in hohem Alter waren, wurde Johannes geboren. Aus dieser Situation heraus ist der Lobgesang des Zacharias entstanden, in dem an den Eid Gottes mit Abraham erinnert wird.  Bei der Geburt des Johannes und den Geschehnissen danach fragten sich die Angehörigen was wohl aus diesem Kind werden solle.
Johannes hat als Vorläufer den Erlöser Jesus angekündigt und dessen Weg bereitet.
  Was wird wohl aus unserem Kind werden, diese Frage stellen sich auch in unserer Zeit viele Eltern, wenn Kinder in die Schule kommen, wenn sie eine Lehre beginnen, das Abitur machen und ein Studium beginnen. Es erfordert von den Eltern viel Engagement einen jungen Menschen ins Leben zu begleiten und nicht selten läuft es ganz anders als es sich die Eltern vorgestellt haben. An einem Beispiel aus seiner Kaplanszeit machte Pfarrer Seidl deutlich dass manche Wege und auch Umwege dazu führen können, dass aus den jungen Menschen, trotz mancher Rückschläge doch etwas gutes werden kann. Anders stelle sich auch die Frage, was Gott mit uns vorhat. Obwohl Elisabeth und Zancharias lange Zeit kinderlos blieben, haben sie Hoffnung und Mut nicht verloren und ihr Gottvertrauen wurde nicht enttäuscht. Ihr Glaube war tief in Gott verwurzelt, auch als sie erkennen mussten, dass  Gott mit ihrem Kind etwas besonderes vor hat. Johannes sagte von sich, dass er kleiner werden müsse und Christus wachsen müsse. Der Weg ist Christus und auf diesem Weg können unsere Kinder etwas werden.
Am Ende des Gottesdienstes dankte Pfarrer Seidl allen die gekommen sind und die zu den Vorbereitungen und Durchführung des Gottesdienstes beigetragen haben, besonders auch dem Spontanchor. Auch Melanie Fischer dankte neben Pfarrer Seidl und dem Chor unter Leitung von Sabine Mühlbauer allen die gekommen waren für die Mitfeier, und lud noch ein, zu einem geselligen Beisammensein da zu bleiben.
 
Bericht vom 01.07.2017
 

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