Kindergartenzeit bedeutet für Kinder und Eltern eine Umstellung

Die Eltern der „Neuen“ Kindergartenkinder waren zum Infoabend eingeladen -

Der Eintritt in den Kindergarten bedeutet nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern eine gewisse Umstellung. Dies machte das Kindergartenpersonal bei einem Informationsabend im Kindergarten St. Michael in Thenried deutlich, als die Eltern  der „Neuen“  über den Eintritt, Tagesablauf und Organisatorisches informiert wurden.  In den beiden Gruppen werden ab September 13 Neulinge aufgenommen, während mit Ende des jetzigen Kindergartenjahres 12 Kinder eingeschult werden.
   Die Leiterin des Kindergartens, Silvia Speigl, begrüßte am vergangenen Freitag die Eltern der Kinder, die ab September neu in den Kindergarten kommen und betonte gleich zu Beginn, daß sich das Personal auf die  Kinder freue. Einige der Eltern, so führte sie weiter aus, sind ja keine ganz neuen Gesichter, denn sie hatten schon Kinder im Kindergarten, während es für andere eine völlig neue Situation werde.  Nachdem sich alle im Stuhlkreis vorgestellt hatten, wies die Leiterin des Kindergartens darauf hin, daß im September 13 Neue anfangen werden. Da zum Ende dieses Kindergartenjahres 12 Kinder in die Schule kommen, steigt die Zahl um ein Kind an. Nicht nur für die 13 Kinder, sondern auch für die Eltern beginne somit im September eine spannende neue Zeit. Die Einstellung auf einen neuen Tagesablauf bedeute schon eine gewisse Umstellung, aber auch diese Erfahrungen gehören eben zu diesem neuen Lebensabschnitt. Die Bringzeit für die Kinder ist von 7.30 bis 8 Uhr und so manches Kind wird sich wohl auch hier etwas umstellen müssen, wenn es früher aufstehen muß. Für das Personal im Kindergarten gilt es,  das Zutrauen der Kinder zu gewinnen, wenn diese nicht mehr die meiste Zeit am Vormittag mit der Mama und dem Papa verbringen können. Die Kinder müssen viele neue Erfahrungen sammeln, so etwa daß die Spielsachen für alle da sind und daß es keine Sonderregelungen gibt. Dazu komme auch das Einfügen in die Gemeinschaft der Gruppe. Dies falle vor allem manchen Einzelkindern anfangs schwer. Um schon einmal einen kleinen Einblick in den Kindergartenalltag zu bekommen, finden in den nächsten Schnuppertage statt, bei denen die Kinder schon einen Tag „Kindergartenluft“ schnuppern können.
Über den normalen Tagesablauf informierte dann Lydia Achatz. Geöffnet sei der Kindergarten ab 7 Uhr und die normale Bringzeit beginne um 7.30 Uhr.  Bis um 8 Uhr sollten alle Kinder anwesend sein, denn dann beginne die sogenannte Kernzeit.  Jedes Kind wird am Morgen persönlich begrüßt in das Gruppenzimmer begleitet. Dort hat es dann die Möglichkeit sich zunächst zu entscheiden, was es machen will, wo, mit wem  und was es spielen oder basteln möchte. Dazu gibt es verschiedene Bereiche im Gruppenraum. Das Kindergartenpersonal ist in dieser Zeit da, um Anregungen zu geben und auch einmal unterstützend zur Seite zu stehen. Die sogenannte Freispielzeit, so erklärte Christa Berzl weiter, sei die wichtigste Zeit im Kindergarten, denn hier können die Kinder selber entscheiden was sie machen möchten und welche Spielkameraden sie dazu möchten. Sie haben die Gelegenheit neue Fertigkeiten zu erwerben und bestehende weiterzubilden, lernen neue Freunde kennen, müssen auch mal Rücksicht auf andere nehmen und Kompromisse schließen, aber andererseits auch lernen, sich durchzusetzen. Es ist aber auch die Zeit, wo die Kinder von ihren Erlebnissen  erzählen können und voneinander zu lernen. Aufgabe des Personals sei es, die Spielbereiche und Räume zu gestalten, Material bereitzustellen, das Spielen zu beobachten und Hilfe und Unterstützung zu geben wo es erforderlich ist. Dabei gehe es auch darum, das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken, ihnen Sicherheit zu vermitteln und auch um die Neugierde nach Neuem zu wecken.  Nach dem Freispiel wird ein Morgenkreis gebildet, wo wieder von Erlebnissen erzählt werden kann und der weitere Tagesablauf besprochen wird.  Nach der Brotzeit wird dann in der Regel das pädagogische Programm durchgearbeitet. Allerdings, so die Erzieherinnen, sei man sehr flexibel und es gibt auch immer wieder Ausnahmen, sodaß eigentlich kein fester Stundenplan besteht, jeder Tag etwas anders sei und es nie langweilig wird. So wurde gerade an diesem Vormittag ein Ausflug nach Cham ins Figurentheater gemacht, oder es wird kurzentschlossen ein Spaziergang unternommen.
Für die älteren Kinder, also die Schulanfänger werde eine besonderes Angebot gemacht, mit dem diese auf den Übertritt in die Schule vorbereitet werden. Dazu gehöre beispielsweise die Einführung in die Zahlenwelt , die Sprachförderung und das Kennenlernen von Farben und Formen.
Der Kindergarten endet dann um 12 Uhr und ab da können die Kinder dann bis 12.30 abgeholt werden. Es kann aber auch eine längere Betreuung bis 13.15 Uhr beantragt werden.
Praktische Tipps, unter anderem zur Kleidung, die bequem sein soll und auch mal schmutzig werden darf,  gab Erika Hofmann dann den Eltern. Sie wies auch darauf hin, daß jedes Kind auch seinen Geburtstag feiern darf und daß auf gesunde Brotzeit geachtet werden sollte.
Abschließend wurden die Eltern dann noch über die rechtlichen und vertraglichen Richtlinien informiert, und die verschiedenen Formulare ausgeteilt. Danach wurden auch noch die Schnuppertage vereinbart und zum Sommerfest in den Kindergarten eingeladen.
 

Bericht vom 11.07.2011

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