Blick in die Krippe der Pfarrkirche


Das Geschehen von Bethlehem vor der Kulisse des Hohenbogen

 
 
Alle Jahre wieder, so auch heuer, lohnt die Krippe in der Pfarrkirche St. Michael in Rimbach den Besuch und das Betrachten, weist sie doch auch einige Besonderheiten auf, die wohl nicht überall so zu finden sind. So wurde das Geschehen von Bethlehem nicht nur, wie das oft zu sehen ist, in einen Stall in bayerischer Landschaft verlagert, sondern dem Betrachter wird sofort klar, dass dieser Stall auch in Rimbach steht, denn den Hintergrund bildet unverkennbar die Silhouette des Hohenbogen. Diese heimatliche Kulisse wurde schon vor etlichen Jahren von Christa Wagner für die Kirche gemalt und versetzt somit die Weihnachtsgeschichte aus dem heiligen Land in den Bayerischen Wald. Aber noch einige Besonderheiten kann der Betrachter entdecken. Neben Maria und Josef mit dem Kind in der Krippe, Ochs und Esel, den Hirten und vielen Schafen, wie man sie wohl in allen Krippendarstellungen  sehen kann, befinden sich weitere Figuren „auf dem Weg zum Kind im Stall“. So ist etwa eine Figur in Tracht zu sehen, in der die älteren Pfarrangehörigen zweifelsfrei den früheren Mesner Anton Bauer erkennen können. Auch ein Kommunionkind ist unterwegs zur Krippe. Der schon vor etlichen Jahren verstorbene Rimbacher Holzschnitzer Helmut Ludwig, der die Figuren für die Rimbacher Krippe geschnitzt hat, hat in dieser Figur seine Tochter dargestellt. Die Anregungen und der damit verbundene Gedanke, dass alle Menschen zum Kind in der Krippe kommen dürfen, kamen vom damaligen Pfarrer Willibald Haberl, der über Jahre hinweg immer wieder neue Figuren in Auftrag gegeben hatte, um die Krippenlandschaft auszubauen und mit ortsbezogenen Figuren zu bereichern. So kommt etwa auch noch die Jagdleidenschaft von Pfarrer Haberl zum Ausdruck, denn der Hund mit einem Fuchs im Fang, den Nichteingeweihte eventuell als Hirtenhund einordnen werden, ist der treue Jagdhund Pirsch, der den Pfarrer über viele Jahre bei dessen Streifzügen durch das Revier begleitet hat. Neben dem Krippenstall ist als kleines Modell die Dorfkapelle in Thenried zu erkennen, die der Kapellenbauverein anfertigen ließ.
Somit birgt also die Rimbacher Krippe, die auch heuer wieder von Josef Utz in liebevoller Arbeit aufgebaut und ausgestattet wurde, einige Besonderheiten. So war sie zu Weihnachten auch wieder Anziehungspunkt für die Gottesdienstbesucher, besonders auch für die Kinder. Wenn in den nächsten Tagen noch die Figuren der Heiligen Drei Könige dazukommen ist sie wieder komplett. Mit einem Tastschalter kann die Krippenlandschaft beleuchtet werden und dann fließt sogar Wasser aus einem Brunnen. Wie gesagt, sie ist es wert sie anzusehen.
 
 
Bericht vom 31.12.2020
 

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